27. Januar 2019, 12:00 Uhr

Rewe-Logistikzentrum

Protest im Rathaus: Rewe-Kritker kommen gesammelt zur Bürgersprechstunde

Zahlreiche Rewe-Kritiker waren am Donnerstag ins Rathaus gekommen, um Einwendungen gegen den Bebauungsplan einzureichen.
27. Januar 2019, 12:00 Uhr

So viele Bürger hat Bürgermeister Eike See noch nie in seiner Sprechstunde empfangen: Am Donnerstagabend war das Erdgeschoss der Gemeindeverwaltung voll mit Bürgern, die gekommen waren, um ihre Einwendungen gegen das Rewe-Projekt abzugeben. Anlass war die Offenlage des Bebauungsplans für das geplante Rewe-Logistikzentrum an der A 45-Auffahrt. Die Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung endet am 1. Februar.

Für Donnerstag hatten die Wölfersheimerinnen Annette Wolf und Susan Schultheis zur Übergabe der Einwendungen aufgerufen. Das Motto: »Lasst uns ›SICHTBAR‹ werden und die Einwendung zum Bebauungsplan mit zahlreichen Gleichgesinnten persönlich abgeben.« Die zwei Wölfersheimerinnen gehören auch zu den Unterzeichnerinnen eines offenen Briefs, der einige Tage davor an alle Gemeindevertreter ging. In diesem Brief forderten die Unterzeichner die Parlamentarier auf, das Projekt noch einmal kritisch zu überdenken.

 

Protest-Plakate gegen Rewe-Projekt in Berlin

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Nach dem Protest vor dem Rathaus geben die Bürger ihr Einwendungen gegen das Rewe-Logistik...

Zur Übergabe der Einwendungen kam der Bürgermeister in den Empfangsbereich der Verwaltung und nahm die Zettel entgegen. »Als ich von der geplanten Aktion gehört habe, habe ich mich dazu entschieden, die Schreiben persönlich entgegenzunehmen. Wir haben nichts zu verbergen, und es war mir wichtig, auch auf kurze Fragen eingehen zu können. Mein bisheriges Angebot, Fragen persönlich im Rahmen meiner Bürgersprechstunde zu klären, wurde bisher leider kaum genutzt«, teilte der Bürgermeister mit.

Vor der Übergabe hatten sich die Protestler vor dem Gebäude versammelt. Annette Wolf hatte eine Rede vorbereitet. Sie sagte, sie und ihre Mitstreiter »möchten ins Bewusstsein rufen, was gerade hier lokal und global passiert ist«, und appellierte daran, den »Kampf mit der Natur zu beenden«.

Auch beim Protest dabei: Bio-Rosenzüchter Werner Ruf, der mit einem Schmalspurtraktor vorgefahren kam. Er berichtete von der »Grünen Woche« in Berlin, auf der er kurz zuvor gewesen war – mit Plakaten gegen das Rewe-Projekt.

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