23. Oktober 2019, 18:32 Uhr

Polizei ertappt Gurtmuffel und erkennt falschen »Lappen«

23. Oktober 2019, 18:32 Uhr
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Aus der Redaktion

Beleuchtungs-, Gurt- und Handykontrollen - klingt banal, ist aber wichtig, wie die Verkehrskontrollen am Dienstag in Altenstadt zeigten.

In der Vogelsbergstraße hatten sich Beamte des Verkehrsdienstes Wetterau am Morgen gemeinsam mit Kollegen der Bereitschaftspolizei aus Lich positioniert. Schnell merkten die sechs Beamten, dass die Verkehrsteilnehmer es hier mit der Gurtpflicht nicht so genau nahmen. »Ich muss doch nur mal kurz...«, so begannen meist die Ausreden der ertappten Verkehrssünder. Wie wichtig es ist, auch auf kurzen Wegen angeschnallt zu sein, versuchten die Beamten den Verkehrsteilnehmern zu verdeutlichen. Die schwerwiegenden Folgen eines fehlenden Gurtes sehen sie nämlich regelmäßig, wenn sie an eine Unfallstelle gerufen werden. Das Verwarnungsgeld von 30 Euro wird womöglich bei der Einsicht helfen - 13 Fahrer wurden deshalb zur Kasse gebeten. Einen Bußgeldbescheid wird es außerdem für zwei Fahrzeugführer geben, die das Handy während der Fahrt nutzten und damit nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr brachten. Insgesamt 30 Fahrzeuge - Pkw wie Lkw - und 31 Personen kontrollierten die Beamten von 8.30 bis 12 Uhr.

Damit das Auto nicht piepst

Für zwei aus Bulgarien stammende Männer endete die Fahrt in Altenstadt. Weil auch sie nicht angeschnallt waren, landeten sie mit ihrem BMW in der Kontrolle. Sie hatten den Gurt sogar hinter ihrem Rücken entlanggeführt, um das Piepsen des Autos zu unterbinden - ein vorsätzlicher Verstoß, der mit einem doppelten Verwarnungsgeld geahndet werden kann. Doch das war nicht alles. Beim Blick auf die Papiere schrillten bei den Polizisten die Alarmglocken, denn der 36-jährige bulgarische Fahrer hatte eine griechische Fahrerlaubnis vorgelegt. Mit ihrem Verdacht lagen die Beamten richtig: Sie zogen einen Kollegen, einen sogenannten Urkundenvorprüfer, hinzu, der bestätigte, dass es sich bei dem Führerschein um eine Fälschung handelt. Da der Fahrer keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, musste er nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung von 360 Euro zahlen, um das Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und Fahren ohne Fahrerlaubnis zu sichern. Danach konnten die beiden Männer ihrer Wege gehen - den BMW mussten sie stehen lassen.



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