27. Juni 2017, 09:00 Uhr

Baugebiet

Parlament diskutiert über »Gollacker«

Bei der Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend ab 20 Uhr im Bürgerhaus Assenheim steht das Baugebiet »Gollacker« auf der Tagesordnung.
27. Juni 2017, 09:00 Uhr
Das Schild von 2012 können die Assenheimer wieder aus dem Keller holen. Erneut wehren sie sich gegen das mögliche Baugebiet »Gollacker«. (Archivfoto: nic)

Bei der Stadtverordnetenversammlung heute Abend ab 20 Uhr im Bürgerhaus Assenheim soll unter anderem ein altes Thema diskutiert werden: das Baugebiet »Gollacker« im Stadtteil Assenheim. Der Tagesordnungspunkt 8 der Versammlung sieht vor, darüber zu diskutieren, die Planungen wieder aufzunehmen und Baurecht zu schaffen. So lautet die Überschrift eines gemeinsamen Antrags der Fraktionen SPD und Linke.

Das Baugebiet zwischen Assenheim und Bruchenbrücken war schon einmal Thema im Niddataler Parlament. Damals – Ende 2012 – hatten CDU und Grüne das mögliche Neubaugebiet per Beschluss beerdigt. Bürgermeister Bernhard Hertel hatte das Projekt jedoch nie abgeschrieben, nun plant die rot-rote Koalition die Wiederaufnahme der Debatte. Ende Mai hatte die SPD zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um mit den Bürgern darüber zu diskutieren, ob der »Gollacker« zwischen Bruchenbrücken und Assenheim nun doch noch bebaut werden soll. Dort war es bereits zu hitzigen Diskussionen gekommen. Während SPD-Fraktionssprecher Achim Saßmannshausen Vor- und Nachteile des Neubaugebiets gegenüberstellte und die technischen Details zum Baugebiet vorstellte, brachten die Gäste verschiedene Einwände ein.

Im Vorfeld zur heutigen Stadtverordnetenversammlung haben Bürger der »BI Gollacker« nun einen offenen Brief an Bürgermeister Hertel und die Stadtverordneten verfasst. Darin stellen sie eine Reihe an Punkten vor, die aus ihrer Sicht gegen die Erschließung dieses Baugebietes sprechen. Die Bürger, die sich bereits vor fünf Jahren in der Initiative »Assenheim21« gegen das Baugebiet engagiert hatten, erklären: »Wir sind der Meinung, dass nicht nur die Interessen aller Bürger ganz Niddatals und nachfolgender Generationen verletzt werden, sondern auch unverantwortlich mit den Finanzen der Stadt umgegangen wird.«

Verschiedene Faktoren führten zu unkalkulierbaren Kosten für die Stadt, darunter die dann notwendigen Maßnahmen der Abwasserableitung, der Umbau der Kreisstraße und der viergleisige S-Bahn-Ausbau. Darüber hinaus fehlten bereits jetzt Kita- und Betreuungsplätze, Straßensanierungen stünden aus, und durch die Erschließung des Baugebiets werde Ackerland zerstört, mahnen die Unterzeichner des Briefes.

Weitere Themen der Stadtverordnetenversammlung sind unter anderem der Neubau einer Kita in Ilbenstadt und die Fortführung des Stadtbüchereibetriebs.

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