13. Juni 2018, 19:58 Uhr

Paradies hinterm Haus

13. Juni 2018, 19:58 Uhr
Bereiten sich auf das »Offene Gartentor« am Wochenende vor: Rudi Nein (M.) und Dieter und Helga Heier.

Versteckt hinter dem Haus der Familie Heier in Schwalheim befindet sich ein wahres Paradies. Ein alter Baumbestand, eine Fülle von Sträuchern und Blüten wie Pieris, Taglilien, Hosta und Farne drapieren die geschlungenen Wege bis zur Wetter. Hier finden Helga und Dieter Heier Erholung. Am Wochenende öffnen sie und weitere zwölf Gartenbesitzer beim »Offenen Gartentor« ihre Pforten.

Wenn der Umweltbeauftragte der Stadt Bad Nauheim, Rudi Nein, um Mitwirkende für das »Offene Gartentor« wirbt, kann ihm kaum einer seinen Wunsch abschlagen. »Wir haben diesmal gleich Ja gesagt«, erklärt Dieter Heier. Immer mal wieder haben die Heiers zur Veranstaltung pausiert. »Es gab aber kein Jahr, wo ich nicht nachgefragt habe«, sagt Rudi Nein und lacht. »Es kommt halt immer darauf an, ob der Zeitpunkt für die Teilnehmer auch passt.« Familiäre Situationen oder ein geplanter Urlaub, nicht immer könne jeder da mitwirken. Bei Heiers passt in diesem Sommer alles, längst haben sie sich für den kommenden Sonntag vorbereitet. »Natürlich schaut man da vorher genauer hin«, sagt Dieter Heier. Vieles in dem gut 700 Quadratmeter großen Garten entwickle sich aber von selbst. Die Heiers haben ihren Frühjahrsputz vorgenommen. Die Gartenarbeit teilt sich das Ehepaar. Wobei das keine Arbeit sei, der Garten sei schließlich eine Bereicherung.

Was Dieter Heier damit meint, wird schon vor einem Rundgang auf den ersten Blick deutlich. Den Hang herunter zeigt sich ein wahres Erholungsparadies. Jahrzehntealte Kiefern und Tannen, eine vor 80 Jahren angepflanzte Fichte des Vaters, Zuckerhutfichten, Taglilien und liebevolle Details bestimmen das Gesamtbild. Am unteren großen Teich haben sich Frösche und Molche niedergelassen, die sich im naturnahen Garten wohlfühlen. Nur ein paar Schritte weiter befindet sich bereits die Wetter. Auch Eidechsen sind im Garten anzutreffen. »Außerdem verlässt kein Tropfen Wasser ungenutzt das Grundstück«, wie Rudi Nein beeindruckt erklärt. Heiers haben hier ein eigenes Bewässerungssystem entwickelt. Wasser, das vom Dach des Hauses abfließt, wird in ein Rohrsystem und weiter in den vorderen kleinen Teich geleitet.

Wenn Heiers am Sonntag ihre Gartenpforte öffnen, sind sie gespannt auf das Publikum. Schon in der Vergangenheit haben sich hier immer interessante Gespräche entwickelt. Immer wieder kommen auch Gäste aus anderen Ortschaften. Viele bleibende Kontakte sind so schon entstanden.

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