13. Juni 2018, 20:01 Uhr

Oswin Veith diskutiert mit Büchner-Schülern

13. Juni 2018, 20:01 Uhr
Oswin Veith im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern der Einführungsphase der 11. Klasse. (Foto: pm)

Zur Vorbereitung auf die Jahrgangsabschlussfahrt nach Berlin besuchte der Wetterauer Bundestagsabgeordnete Oswin Veith, zwei Kurse der Einführungsphase (11. Klasse) des Georg-Büchner-Gymnasiums in Bad Vilbel. Im Beisein von Tutor Christian Becker, der die Klassen nach Berlin begleiten wird, stellte sich Veith den Schülerinnen und Schülern der Kurse Geschichte und Politikwissenschaften zunächst anhand seiner Vita vor.

Vielfältige Fragen

Als langjähriger Beamter des Bundes im höheren Dienst, ehemaliger Bürgermeister Butzbachs, Vizelandrat der Wetterau, Oberst der Reserve und Präsident des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr habe er besondere Erfahrungen um sich im Verteidigungsausschuss und im Innenausschuss des Deutschen Bundestages einzubringen. Zunächst erklärte er die Zusammensetzung des Bundestages, der nun 709 Abgeordnete umfasse. 299 Kollegen seien direkt in ihren Wahlkreisen gewählt und damit mandatiert. Weitere 299 seien über Landeslisten in den Deutschen Bundestag eingezogen. Der Rest über sog. Ausgleichs- und Überhangmandate.

Im Anschluss an seinen Bericht ergab sich aus den vielfältigen Fragen einer regen und interessierten Schülerschaft eine lebhafte Diskussion über den Umgang mit der AfD, den Atomausstieg und die Kohleverstromung, den demografischen Wandel, die allgemeine Schulbildung, die Ehe für alle, eine bessere Bezahlung von Alten- und Krankenpflegekräften, die Legalisierung von Cannabis und die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht in der Bundeswehr, bei Blaulichtorganisationen oder im sozialen Bereich für Männer und Frauen ab 18 Jahre.

Insbesondere zeigten die Schüler Interesse an den Bundeswehreinsätzen im Ausland. Veith erklärte, dass die Bundesrepublik Deutschland gemeinsam mit ihren Bündnispartnern in UN, NATO und EU dafür Sorge tragen müsse in den Krisenherden dieser Welt Menschenleben zu schützen, die Sicherheit zu wahren oder sie wiederherzustellen. Denn davon hänge auch die Sicherheit unseres Landes und die von ganz Europa ab. »Die Sicherheit Deutschlands werde nun mal auch am Hindukusch verteidigt, wie der verstorbene ehemalige Verteidigungsminister Struck einst feststellte.

Auf die Frage nach dem Brexit erklärte Veith, dass kein Land im Zuge der Globalisierung, von freien Finanz- und Wirtschaftsströmen seine Probleme national alleine lösen könne. »Amerika versucht dies gerade, deshalb müssen wir mithelfen, dass Europa stark bleibt und sein Schicksal langsam in die eigenen Hände nimmt«, so Veith.

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