Wetterau

Ohne Bienen keine Ernte

Was für eine Pracht: Der Altar in der evangelischen Kirche glich beim Erntedankgottesdienst einem Füllhorn von Obst, Gemüse, Blumen und Feldfrüchten. Pfarrerin Rita Mick-Solle hatte zum Familiengottesdienst mit anschließendem Fest eingeladen. Sie dankte allen, die an der Vorbereitung mitgewirkt hatten, und den Spendern des Altarschmucks.
03. Oktober 2019, 18:38 Uhr
Redaktion
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Was für eine Pracht: Der Altar in der evangelischen Kirche glich beim Erntedankgottesdienst einem Füllhorn von Obst, Gemüse, Blumen und Feldfrüchten. Pfarrerin Rita Mick-Solle hatte zum Familiengottesdienst mit anschließendem Fest eingeladen. Sie dankte allen, die an der Vorbereitung mitgewirkt hatten, und den Spendern des Altarschmucks.

Kita-Kinder mit ihren Erzieherinnen gestalteten den Gottesdienst mit und legten ein Obstkörbchen am Altar ab. Anschließend wurde das bekannte »Summ, summ, summ« gesungen, unterstützt durch das kraftvolle Orgelspiel von Bernd Straib. In einem Anspiel von Pfarrerin Mick-Solle und Kirchenvorsteherin Susanne Wagner als fleißige Honigbiene wurde die Bedeutung der Bienen für die Natur und besonders für die Ernte von Obst und Gemüse humorvoll dargestellt.

In ihrer Ansprache erinnerte die Pfarrerin daran, wie viel ein Bauer zu tun hat und was alles notwendig ist, bis aus einem Samenkorn eine Pflanze wächst, die Früchte trägt. Eine gute Ernte sei nicht selbstverständlich, denn viele Faktoren wie Klima und Regen spielten eine Rolle. Es sei immer wieder ein Wunder Gottes, dass wir genug zum Essen und Genießen haben.

Dann testete die Pfarrerin das Wissen der Gottesdienstbesucher. Denn auf dem Altar lagen auch eher ungewöhnliche Erntedankgaben wie Nudeln, Kaffee und Würfelzucker. So erfuhren die Besucher, dass Getreide wie Weizen durch Wind bestäubt wird, ebenso die Blüten des Kaffeestrauchs. Kaffee schmeckt aber besser, wenn er zusätzlich durch Insekten bestäubt wird. Wetterauer Zuckerrüben wachsen auch ohne Bestäubung, aber Samen produzieren sie erst nach dem Besuch einer Biene. Der Chor, unter Leitung von Dorothea Grebe, bereicherte den Gottesdienst mit heiterem Gesang.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es Kartoffelsuppe und Apfelpfannkuchen. Der große Saal im Gemeindehaus war noch wegen Sanierungsmaßnahmen geschlossen. So rückte man im Foyer etwas enger zusammen.

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