13. September 2017, 18:29 Uhr

Tag der offenen Tür

Offene Einblicke im offenen Atelier

Es sind ihre »Schaffenswaben« – dort werden sechs Künstlerinnen kreativ. Besondere Räume bietet das Atleier auf dem Hohenstein, die eigens dafür gebaut wurden.
13. September 2017, 18:29 Uhr
»Schaffenswaben« haben die Künstlerinnen ihre Ateliers genannt. (Foto: cor)

Ein Atelier ist ein Ort der Begegnung, der Wahrnehmung und des Austauschs. Das offene Atelier auf dem Hohenstein bietet dazu die besten Möglichkeiten. Sechs Künstlerinnen sind in dem zweistöckigen Atelier auf dem Hohenstein 3a anzutreffen, jede von ihnen hat künstlerisch ihren ganz eigenen Stil. Kürzlich boten die Künstlerinnen gleich zwei Tage lang Besuchern die Gelegenheit, Kunst und Atelier bei einem Tag der offenen Tür genauer kennen zu lernen.

Schon beim Betreten des modernen Ateliers geraten Gäste ins Schwärmen. Auf zwei Ebenen erstrecken sich die einzelnen »Werkstätten« von Susanne Ledendecker, Silvia Roedler, Beate Hodapp, Ina Janke, Alice Stroh und Kornelia Heil. Die erste Etage gliedert sich in einen großen offenen Bereich mit vier »Schaffenswaben«, als Rückzugsmöglichkeit und einer lichten Erweiterung zur Fensterfront. Den oberen offenen Bereich in der zweiten Etage, die Galerie, teilen sich zwei Künstlerinnen. Hier finden auch regelmäßig Kunstkurse statt.

Extra so gebaut

Zusammengefunden haben sich die Künstlerinnen bereits 2005. »Die Räumlichkeiten wurde extra so für das Atelier gebaut«, erklärt Susanne Ledendecker die Gestaltung. Seit Gründung der Ateliergemeinschaft veranstalten die Künstlerinnen im »Offenen Atelier« Gemeinschaftsausstellungen, oder laden zu Ausstellungen mit Lesung oder Musik ein. »Es ist aber auch jederzeit möglich, uns im Atelier zu besuchen und unsere Arbeiten vor Ort anzusehen«, so Ledendecker weiter.

Aktiv werden die Künstlerinnen immer dann in ihrem Atelier, wenn es die Zeit neben dem Beruf zulasse. Zum Tag der offenen Tür waren sie nun gleich gemeinsam vor Ort, eine optimale Gelegenheit für ausführliche Gespräche. Das Spannende am Atelier- jede Künstlerin hat ihre ganz eigene Handschrift.

Beate Hodapp arbeitet wie eine Forscherin. Ihr Material sind die Steine, Edelsteine, die zermörsert und mit Pigmenten oder Erden auf die Leinwand gebracht werden. Von ausgedehnten Reisen nach Brasilien bringt sie ihr Material mit, das sie untersucht, verarbeitet und künstlerisch verwandelt. Auch Kornelia Heil beschäftigt sich neben ihrem Beruf mit der Malerei. Dabei kommt auch ein Materialmix auf dicken Leinwänden zum Einsatz. Heil arbeitet auch mit Asche oder Sand. Susanne Ledendecker konzentriert sich auf Collagen, Illustration und Malerei. Auf Skulpturen und Zeichnungen ist Aktionskünstlerin Silvia Roedler spezialisiert. Für ihre Arbeiten verwendet sie vorwiegend alte Eichenbalken, Holz von Obstbäumen und verschiedene Materialien, wie Stoffe und Papier.

Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit dem Wesen Kaspar Hausers und dem Menschsein überhaupt. Die Verbindung von Meditation und Malen, Farbe und auch die Einfachheit einer Linie, das Abgrenzende, das Durchscheinende des Geahnten und der Empfindungen drücken sich in den Bildern und Aufzeichnungen von Alicia Stroh aus.

Wer sich das offene Atelier ansehen möchte, hat dazu beim nächsten Event Gelegenheit. So wird unter anderem für Sonntag, 3. Dezember, zum »ARTvent« ins Offene Atelier eingeladen, mit einem Punsch am Kamin. Alle weiteren Angebote werden stets auf der Internetseite des Ateliers Hohenstein bekannt gegeben.

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