22. August 2019, 19:56 Uhr

Nur noch 430 Betten

22. August 2019, 19:56 Uhr
Tauschen sich aus (v. l.) Bernd Witzel, Erich Spamer, Markus Bäckel, Ronald Berg, Dr. Dirk Fellermann, Bürgermeister Klaus Kress und Christian Weiße. (Foto: pm)

Die »politische Sommerpause« nutzte die Freie-Wähler-Kreistagsfraktion, um sich über die Erweiterungs- und Umbaupläne des Hochwaldkrankenhauses in Bad Nauheim zu informieren. GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk Fellermann und Bad Nauheims Bürgermeister Klaus Kress, auch Aufsichtsratsmitglied, standen der Fraktion Rede und Antwort.

Im Bad Nauheimer Rathaus stellte Fellermann die Pläne für das 60-Millionen-Projekt vor. Die Finanzierung stehe auf solider Basis, denn neben einem 15-Millionen-Zuschuss des Wetteraukreises seien die übrigen Mittel durch Förderprogramme sowie Landesmittel gedeckt. Das alte Bettenhaus werde abgerissen und durch einen Erweiterungsbau ersetzt. Auch die Modernisierung und Erweiterung der Operationssäle stünden an. Im Gegenzug werde die stationäre sowie chirurgische Abteilung des Friedberger Bürgerhospitals nach Bad Nauheim verlegt. Durch diese Zentralisierung der beiden nahe gelegenen Krankenhäuser ließen sich Synergieeffekte erzielen, sowohl in der Qualität als auch aus personeller Sicht. Auch der Standard der Krankenzimmer wird sich laut Fellermann erheblich verbessern. So werde jedes Zimmer über eine eigene Sanitäreinrichtung verfügen.

In fünf Jahren soll alles stehen

Durch die Modernisierung erhoffe man sich auch wieder eine höhere Belegungszahl, die im Hessenschnitt »eigentlich als unterdurchschnittlich« zu bezeichnen sei. Das liege aber unter anderem auch an der verbesserten medizinischen Versorgung und dadurch resultierenden kürzeren Liegezeit des Patienten, weshalb man nur noch mit 430 Betten statt mit 500 plane.

Das Projekt werde in verschiedenen Bauphasen durchgeführt und soll in fünf Jahren abgeschlossen sein. Dies sei erforderlich, um einen relativ reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die Planungen seien bereits weit fortgeschritten, sodass man in Kürze mit den europaweiten Ausschreibungen beginnen könne. Die Betriebsabläufe im Bürgerhospital Friedberg würden sich vorerst nicht ändern. Nach Fertigstellung und Zusammenlegung soll dort weiterhin eine Ambulanz sein und - nach den Vorstellungen des Wetteraukreises - auch ein Fachärztezentrum entstehen.

Kress erläuterte die Bedeutung Bad Nauheims als Standort. Die Stadt sei als Miteigentümer des Hochwaldkrankenhauses an der Standortsicherung interessiert, weil Bad Nauheim als Kur- und Gesundheitsstadt über ein großes medizinisches Zentrum verfügen sollte. Die Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Spezialeinrichtungen wie der Kerckhoff-Klinik habe sich bewährt.

Fraktionschef Erich Spamer bedankte sich für die ausführlichen Informationen und sprach die Hoffnung aus, dass sich der Standard in der medizinischen Versorgung im Wetteraukreis weiter verbessern und zum Erhalt der Standorte beitragen werde.

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