06. November 2018, 21:57 Uhr

Nun doch: SPD pro Käding

06. November 2018, 21:57 Uhr

Aus dem Bürgermeisterwahlkampf hatte sie sich herausgehalten; auf der Zielgeraden greift die SPD nun doch noch ein: Die Partei unterstützt den unabhängigen Kandidaten Christoph Käding, teilt Sprecher Christian Stengel mit. Damit zeichnet sich auch die Aufrechterhaltung der zwei Lager im Stadtparlament ab.

In der Stichwahl am Sonntag, 11. November, tritt Käding gegen Steffen Maar an. Beiden hatten in der ersten Runde etwa gleich viele Stimmen erhalten. Während Maar von CDU, Grünen und neuerdings auch von Wählergruppe »SALZ« protegiert wird, kann Käding auf die Unterstützung von SPD und der »Stimme« hoffen. Die Freien Wähler haben beide Kandidaten unterstützt; die FDP will keine Wahlempfehlung geben.

Damit haben sich in etwa die Lager formiert, die derzeit im Stadtparlament bestehen. Dort hatten SPD, »Stimme« und Freie Wähler – einst als Bündnis für Bürgermeister Thomas Alber geschmiedet – in vielen Abstimmungen ihre Ein-Stimmen-Mehrheit ausgenutzt – gegen CDU, Grüne, FDP und »SALZ«-Vertreter Klaus Jacobi. Gut möglich also, dass die Freien Wähler – je nach Ausgang– einer Seite eine (Bürgermeister-)Mehrheit verschaffen werden.

Den Ausschlag für die Entscheidung der SPD habe die Veranstaltung am 31. Oktober gegeben, teilt Stengel mit. Die Sozialdemokraten hatten im Beisein von Maar, Käding und gut 50 Gästen die Wahl analysiert. »Dabei stellte sich heraus, dass die Vorstellungen und Kernziele der SPD Rosbach/Rodheim deutlich mehr Überschneidungen mit den Zielen von Christoph Käding als mit den Vorstellungen von Steffen Maar aufweisen«, heißt es in der Pressemitteilung. Zudem ließen die Auftritte von Maar mit Amtsinhabern und Parteifunktionären der CDU außerhalb Rosbachs sowie seine »scheinbar aus der CDU-Feder stammenden Aussagen« stark an seiner parteilichen Unabhängigkeit zweifeln. Details zu ihrer Entscheidung will die SPD auf ihre Webseite veröffentlichen.

»SALZ« unterstützt Maar

Nach ihrem Stadtverordneten Klaus Jacobi hat nun auch die Wählergruppe Soziale Alternative Lebenswerte Zukunft (»SALZ«) ihre Unterstützung für Steffen Maar angekündigt. Zuvor seien Bürgermeisterkandidaten zu den politischen Stammtischen eingeladen worden. »Dass Amtsinhaber Alber keine Unterstützung von ›SALZ‹ erwarten konnte, war recht schnell klar. Die anderen vier Bewerber wurden alle mit ›Gut‹ bewertet, hatten aber auch alle ihre Vorzüge und Nachteile«, teilt Sprecher Volker Weidmann mit. Bei einer Mitgliederbefragung nach dem ersten Wahlgang habe eine klare Mehrheit für Maar gestimmt. »Den Ausschlag dürfte seine Einstellung zum geplanten Sportgelände in der Rosbach-Aue gegeben haben, einem Vorranggebiet für besondere Klimafunktionen und für Natur und Landschaft, welches zwar im Wahlkampf heiß diskutiert wurde, zu dem aber immer noch keine belastbaren Pläne und Zahlen vorliegen.« Man wolle einem neuen Bürgermeister diesbezüglich keinen Blanko-Scheck ausstellen. Der Sportentwicklungsplan, an dem Käding mitgearbeitet hat, enthalte wenig Konkretes zu den geplanten Maßnahmen.

Unabhängig davon wünsche man dem Gewinner »eine glückliche Hand dabei, die Stadtpolitik wieder in ruhigeres Fahrwasser zu steuern«.

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