28. Dezember 2018, 21:47 Uhr

Niddaer Schloss hat neue Besitzer

28. Dezember 2018, 21:47 Uhr
Nicole und Axel Friedersdorf sind die neuen Schlossbesitzer. Bürgermeister Hans-Peter Seum (l.) ist froh, dass die langwierigen Verhandlungen abgeschlossen sind.

Nach langwierigen Verhandlungen kann Vollzug gemeldet werden: Das Niddaer Schloss, in dem früher das Amtsgericht Nidda untergebracht war und das seit sieben Jahren leer stand, wird wieder mit Leben erfüllt. Dr. Nicole Friedersdorf von »Dark Dirndl – The art of dressmaking« wird ihr Atelier von Büdingen nach Nidda verlegen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Axel hat sie das Schloss erworben. Sie wollen dort auch wohnen.

Nicole Friedersdorf, promovierte Molekularbiologin, hat ihre Leidenschaft für das Nähen und Gestalten zum Beruf gemacht. Sie kommt aus einer Familie mit Schneidern, Tuchmachern und Hutmachern. Heute rekonstruiert sie historische Gewänder, aber auch Alltagskleidung, die nach Maß gefertigt werden muss.

2017 wurde sie für ihre Arbeit mit dem »kulturMut-Award« der Aventis Stiftung ausgezeichnet. 2018 wurde sie zum Kultur- und Kreativpiloten des Bundeswirtschaftsministeriums ernannt. Ihr Ehemann hat in diesem Jahr die Silbermedaille im historisch gerüsteten Vollkontakt-Schwertkampf bei der WM in Schottland gewonnen. Er trainiert die deutsche Nationalmannschaft und will auch in Nidda Trainingscamps anbieten und eine Jugendarbeit aufbauen.

Für die Öffentlichkeit zugänglich

Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum war in die Verhandlungen eingebunden und hat alles dafür getan, dass der Verkauf zur Umsetzung kommt. »Damit ist eine echte Herzensangelegenheit für mich in Erfüllung gegangen: das Schloss wieder mit Leben zu erfüllen und es gleichzeitig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.«

Die Wegeführung über das Schlossgelände bleibt öffentlich. Bis auf einen kleinen Teil unmittelbar am Schlossgelände bleiben auch die Parkplätze der Öffentlichkeit erhalten. Die neuen Schlossherren planen, bald mit dem Rückbau der nicht historisch geprägten Innenausstattung zu beginnen. Übergangsweise werden sie im ehemaligen Gefängnisgebäude wohnen.

Zunächst sollen die Atelierräume im Erdgeschoss des Schlossgebäudes hergerichtet werden. Danach sollen die privaten Wohnräume im Obergeschoss folgen. Das ehemalige Gefängnisgebäude soll als Wohnhaus vermietet werden. In dem Gebäude, in dem das Grundbuchamt untergebracht war, sollen bis zu drei Mietwohnungen entstehen. Nach dem Zeitplan der neuen Eigentümer soll es nun bald los- und die Atelierräume und der Umzug schon im Frühjahr 2019 über die Bühne gehen. (Foto: pm)

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