30. Oktober 2018, 20:36 Uhr

Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Humor

30. Oktober 2018, 20:36 Uhr
Kabarettist Eisi Gulp führt den Schülern vor, wie folgenschwer ein zunächst spaßiger Partybesuch mit viel Alkohol enden kann. (Foto: pv)

Die »Hackedicht-Schultour« der Knappschaft und des Deutschen Kinderschutzbundes zieht derzeit durch die Bundesrepublik, um einem übermäßigen Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken. Jetzt machte die Tour Station an der Weidigschule.

Lautes Lachen dringt aus dem Pädagogischen Zentrum der Weidigschule während Eisi Gulp den 150 Schülern erklärt, wie folgenschwer ein zunächst spaßiger Partybesuch mit viel Alkohol enden kann. Das Bühnenprogramm des Kabarettisten und Schauspielers dient als Türöffner für das schwierige Thema. Nicht mit gehobenem Zeigefinger, sondern mit Humor und einer großen Portion Tiefsinn wird die anschließende Arbeit des Suchthilfevereins Condrobs vorbereitet.

Die Schüler sowie ihre Lehrer werden an einem Folgetag für den Umgang mit dem Thema Alkoholmissbrauch geschult. Darüber hinaus werden die Eltern zu einem Gesprächsabend eingeladen. Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes erhält die Schule ein Zertifikat.

Behandlung im Krankenhaus

Auch Schulleiterin Annette Pfannmüller ist begeistert: »Besonders im Jugendalter ist es relevant und wichtig auf die Gefahren von Alkohol- und Drogenmissbrauch hinzuweisen. Deshalb freuen wir uns besonders, dass wir für diesen Bereich unseres Schulprogramms als eine der Präventionsmaßnahmen die ›Hackedicht – Schultour der Knappschaft‹ gewinnen konnten, die auf so lebensnahe und gleichzeitig nachhaltige Weise die Jugendlichen für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol sensibilisiert.« »968 betrunkene Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren mussten 2016 in Hessen wegen der Folgen übermäßigen Alkoholkonsums im Krankenhaus behandelt werden. Dies entspricht einem Anstieg von rund zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig unsere Präventionsarbeit ist. »Die Zahlen sind alarmierend«, sagte Jörg Andersson von der Knappschaft. »Jeder Fall ist ein Fall zu viel, weshalb wir auch in Zukunft mit dem Deutschen Kinderschutzbund unser Präventionsprojekt fortsetzen und auf die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufmerksam machen werden.« Nicole Emden vom Deutschen Kinderschutzbund fügt hinzu: »Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Knappschaft und unseren Kinderschutzbundverbänden direkt vor Ort mit den Jugendlichen über Gefahren und Risiken des Alkoholkonsums in einen lebendigen Austausch treten können.«

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