28. Januar 2019, 20:23 Uhr

Neues Feld für junge Pfarrerin

28. Januar 2019, 20:23 Uhr
J. Marburger

Nicht nur alle Sitzplätze in der Södeler Kirche waren besetzt, mehrere Gottesdienstbesucher mussten sogar mit einem Stehplatz vorliebnehmen. Die beiden evangelischen Kirchengemeinden Melbach und Södel haben nun offiziell wieder eine Seelsorgerin: Julia Marburger hat die Vollstelle seit dem 1. Januar inne. Die 31-Jährige wurde am Sonntag in einer Feierstunde durch Probst Matthias Schmidt ordiniert.

Bis Februar 2018 war dort Kay Wick in den beiden Wölfersheimer Ortsteilen Pfarrer, der nun in Ettingshausen, Harbach und Hattenrod tätig ist. In der Vakanz betreute Pfarrer Dieter Pfannschilling die Gemeindemitglieder.

Nach den Begrüßungsworten durch die beiden Kirchenvorsteher, Inge Kleberger (Melbach) und Erwin Pieh (Södel), lobte Probst Schmidt Södel und Melbach als blühende Gemeinden und hervorragend bestellt. Mit Marburger erhielten sie eine junge, dynamische Seelsorgerin. Sie habe während ihrer Ausbildung Prüfungen hervorragend bestanden. So habe sie in ihrer Zeit des Vikariats in Klein-Linden nur Zustimmung gefunden. Nun begebe sie sich auf ein neues Feld, jenes ihrer ersten eigenen Pfarrstelle. Sie müsse nun erst einmal Erfahrungen aus einem für sie bislang ungewohnten Blickwinkel sammeln. Schmidt bat die Gemeindemitglieder ihr dabei mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Schließlich habe jede Gemeinde ihre Eigenart. In Anlehnung an den nahen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar sollten sich Kirche und Gemeindemitglieder dafür einsetzen, mit Offenheit jener Entwicklung von einst entgegenzuwirken.

Der stellvertretende Dekan des Dekanats Wetterau, André Witte-Karp, hieß die neue Pfarrerin in »der schönen Wetterau« willkommen. Die Landschaft stehe für Offenheit. Von den Betrachtungspunkten könne man nicht nur einen, sondern zwei oder mehrere Kirchtürme sehen, unter deren Helmen unterschiedlich das Wort Gottes verkündet werde und doch in der christlichen Gemeinschaft verbinde. Nach Marburgers Segnung durch Probst Schmidt erfolgte die Predigt der neuen Pfarrerin.

Als Thema wählte Marburger das 2. Buch Moses. Moses, der zuvor Ägypten Richtung Sinai verlassen hatte, hütete die Schafe seines Schwiegervaters. Da sah er den brennenden Dornbusch, der aber nicht verbrannte. Neugierig geworden, näherte sich Moses. Gott sprach zu ihm und forderte ihn auf, seine Schuhe auszuziehen, was er tat, obwohl sie ein großes Gut für ihn waren. Hier würden wir mit der Aussage konfrontiert, einem die Schuhe auszuziehen. Die Geschichte zeige deutlich, dass Gott für uns immer da ist, sowohl im Leben als auch danach und sich immer wieder zu erkennen gibt. Den Gottesdienst umrahmte der Gesangverein »Liederkranz« Melbach.

Nach dem Gottesdienst traf sich die Festgemeinde im Dorfgemeinschaftshaus Melbach zum gemütlichen Beisammensein. Bei musikalischer Untermalung durch den Posaunenchor überbrachten Wölfersheims katholischer Pfarrer Wolfgang Kaiser, die evangelischen Geistlichen von Wohnbach, Martina Belzer, und Wölfersheim, Lars Stephan, sowie von Berstadts Kirchengemeinde, Dr. Astrid Möller-Seeling, die Grüße. Auf ein gutes Miteinander hofften weiter Christina Mühl vom Melbacher Kindergarten, Thomas Gerlach vom Förderverein Wölfersheimer Schulen, Hermann-Ulrich Pfeuffer vom Förderverein Melbacher Kirche, Dieter Schmidt im Namen der Ortsvereine, Vertreter der einzelnen Kirchengruppen und Wölfersheims Bürgermeister Eike See.

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