01. Mai 2019, 17:27 Uhr

Neuer Antrag zum Bergwerksee

01. Mai 2019, 17:27 Uhr
Mitglieder des CDU-Arbeitskreises Bergwerksee beim Lokaltermin (v. l.): Horst Wagner, Heinz Ebentheuer, Gerhard Rack und Holger Hachenburger. (Foto: pm)

»Es ist Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen«, fordert CDU-Stadtverbandsvorsitzender Holger Hachenburger einen neuen Anlauf zur Entwicklung des Bergwerksees. Zielsetzung sei ein Moderationsprozess hin zur Erstellung und Umsetzung eines Nutzungskonzepts. Mit einer neuen Initiative wolle die CDU zudem engagierte Bürger und Politik gleichermaßen einbinden, um eine konsensfähige Lösung zu erarbeiten. Die erarbeiteten Positionen sollen dann in das Tourismuskonzept der Stadt und die Fortschreibung des Regionalen Flächennutzungsplanes einfließen, wie Hachenburger in einer Pressemitteilung schreibt.

»Diese beiden Entwicklungen haben in den letzten Monaten Fahrt aufgenommen«, begründet Hachenburger den Fraktionsantrag. Durch den Beitritt Reichelsheims zur Tourismusregion Wetterau haben bis dato drei Workshops stattgefunden, deren Ideen es zielorientiert zu bündeln gelte. Zudem laufen derzeit die Vorbereitungen für die Fortschreibung des Flächennutzungsplans Rhein-Main bis zum Jahr 2033. »Hier geht es neben künftigen Baugebieten auch um die Nutzung von Freizeitflächen«, sagt der CDU-Vorsitzende. Derzeit ist das Areal um den See als ökologische Fläche ausgewiesen, Änderungen sind im künftigen Flächennutzungsplan zu regeln.

»Wir können derzeit gerade mal eine Bank oder einen Tisch aufstellen«, sieht Hachenburger Handlungsbedarf und erinnert an das Konzept, das die CDU 2012 nach Bürgerversammlungen, Workshops und Umfragen vorgestellt habe. Demnach soll die langfristige Nutzung im Sinne einer »sanften Naherholung« erfolgen. Dabei bleibt der südwestliche Bereich Naturschutzgebiet, wird ökologisch weiterentwickelt. Im Nordosten sollen Freizeitaktivitäten oder ein Bewegungspark mit Fokus auf Fitness möglich sein.

»Der jetzige Wanderweg spottet jeder Beschreibung«, legt Hachenburger primär Wert auf das Planen einer adäquat befestigten Rundwanderstrecke mit Anbindung an das bestehende Radwegenetz. All dies sei nur durch Beschlüsse zum Flächennutzungsplan möglich. Ohne schlüssiges Konzept würde der See unkoordiniert genutzt; zugeparkte Wege und Belastungen der Anwohner seien an der Tagesordnung.

»Es fehlt schlichtweg die Planungsgrundlage«, sagt Hachenburger. Die CDU wolle wieder Dynamik in die Diskussion bringen. »Die Bürger wollen ein Konzept, das ihre Interessen berücksichtigt, aber auch der künftigen Generation die Möglichkeit gibt, diese Entwicklung weiter zu verfeinern.«

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