05. Juni 2017, 20:28 Uhr

Neue Waschstraße für die Schläuche

05. Juni 2017, 20:28 Uhr
Avatar_neutral
Aus der Redaktion
Feuerwehrmann Wolfgang Löffler bei einem Probelauf an der Waschstraße. (Foto: pv)

Nach einem Einsatz ist die Arbeit der Feuerwehr noch lange nicht beendet. Neben einem Einsatzbericht muss auch die Ausstattung gereinigt werden, um für den nächsten Ernstfall gerüstet zu sein. Dazu gehört auch die Pflege der Schläuche. Dafür gibt’s jetzt eine neue Waschstraße.

Die Schlauchpflegeanlage, die von allen Bad Nauheimer Wehren genutzt wird, war nach 30 Jahren Betrieb in die Jahre gekommen. Sie wies mit der Zeit erhebliche Schäden im Bereich der Pumpen und der Kunststoffwanne auf. Die 50 000 Euro teure Neuanschaffung wird vom Land Hessen mit Fördermitteln über 10 500 Euro unterstützt, teilt Bürgermeister Armin Häuser mit.

Vergangene Woche wurde die neue Schlauchpflegeanlage eingeweiht. Die fast 18 Meter lange »erweiterte Halbstraße« ist auch für Schläuche mit Überlänge geeignet. Zuerst werden die Schläuche eingeweicht und dann unter Hochdruck gereinigt. Während der anschließenden Druckprüfung wird der Schlauch mit Wasser gefüllt und einem hohen Druck ausgesetzt, um mögliche Schäden aufzuspüren. Im letzten Schritt wird der Schlauch zum Trocknen in den 25 Meter hohen Schlauchturm gezogen und aufgehängt. Nach dem Trocknungsvorgang erfolgt das Aufwickeln in der Waschstraße und das Einlagern ganz automatisch.

Das gehe im Ein-Mann-Betrieb und bei geringem Wasserverbrauch, lassen Stützpunktleiter Ronald Neumann und Feuerwehrmann Wolfgang Löffler wissen. Ein Schlauchverwaltungsprogramm und ein Barcodescanner sorgten dafür, dass jeder Schlauch in Sekunden erfasst und zugeordnet werden könne. Durch die neue Software ließen sich so Informationen beispielsweise über das Baujahr, die Anschaffungskosten, Reparaturen oder Prüfungen abrufen. Hierdurch werde auch die Organisation der Reinigung von Fremdschläuchen vereinfacht. Diesen Service bietet die Bad Nauheimer Feuerwehr für andere Kommunen an.

Die alte Anlage, bei der man das Bürstensystem noch per Hand steuern musste, wurde von den Wehrleuten in Eigenregie abgebaut. »Außerdem konnten wir auch Installationen an den Elektro- und Wasserleitungen im Vorfeld selbst vornehmen«, sage Neumann. Der Bauhof hatte den Boden im Bereich der Waschstraße saniert.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos