05. Oktober 2018, 20:17 Uhr

Närrisches Schnapszahl-Jubiläum

05. Oktober 2018, 20:17 Uhr
Den Festausschuss zum Jubiläum bilden (v. l.) Nicole Hergenröther, Tanja Jones und Karina Ecke. (Foto: pv)

Am 21. November 1996 haben 75 Anhänger der »fünften Jahreszeit« die »Dorheimer Wetterfrösche« gegründet. Die meisten Gründungsmitglieder waren da schon viele Jahre »närrisch« unterwegs gewesen, hatten doch schon seit 1984 Faschingssitzungen im damals neu erbauten Bürgerhaus stattgefunden. Zur Vorgeschichte der Vereinsgründung zählte die Teilnahme des damaligen Spielmannszuges an der Rathauserstürmung der Friedberger Karnevalsvereine. Die Vorstände des Spielmannszugs, der Feuerwehr und des Tischtennis-Clubs unterstützten die Idee, eine Faschingssitzung auf die Beine zu stellen.

Der Erfolg übertraf alle Erwartungen, sodass beschlossen wurde, unter dem Kürzel »S.T.F« (Spielmannszug, Tischtennis, Feuerwehr) das närrische Treiben fortzusetzen. Wegen der großen Nachfrage wurden alljährlich zwei Sitzungen veranstaltet. Dies war die Fortsetzung einer langen Faschingstradition in Dorheim.

Schon am 4. Februar 1894 organisierte der damalige »Carneval-Verein« einen Maskenball, vier Jahre später war es die »Carneval-Gesellschaft Dorheim«, die zu Maskenzug und Maskenball einlud. Der Fußball-Club Mars war 1914 Veranstalter des »1. Großen Maskenballs« in der »Wirtschaft zum Bahnhof«. Vor dem Zweiten Weltkrieg war der Gesangverein Germania närrisch aktiv. In den 50er Jahren fand im Saal des Cafés Faber ein »fröhliches Fastnachtstreiben« statt. Es folgte bis in die 80er Jahre hinein eine längere Pause.

Auch Kinderfasching in Eigenregie

Das alles und noch einiges mehr wird in einer großen Festschrift dokumentiert, die dieser Tage an alle Dorheimer Haushalte verteilt wird. Unterstützt wurde der Festausschuss mit Nicole Hergenröther, Tanja Jones und Karin Ecke unter anderem von Ortsvorsteher und »Ortshistoriker« Dr. Klaus-Dieter Rack und von Andreas Grau, von der Gründung der Wetterfrösche bis zu seinem Wegzug nach Düsseldorf im Jahre 2015 Sitzungspräsident.

Zusammen mit Günter Strack, der bis vergangenes Jahr an der Spitze des Vereins stand, und weiteren »Narren« schmiedete Grau damals erste Pläne für die Gründung eines eigenständigen Karnevalsvereins, nachdem die Verantwortlichen des Musikcorps, der aus dem Spielmannszug entstanden war, beschlossen hatten, am karnevalistischen Treiben nicht mehr teilzunehmen.

Zunächst fanden alljährlich zwei Kostümsitzungen statt. Im Jahre 2000 kam die Herrensitzung dazu, die nach der Gründung der Wetterfrösche zunächst vom Freizeitclub Piranhas weiter veranstaltet wurde. Im Jahr zuvor hatte es die Weibersitzung gegeben. In der Kampagne 2016/2017 wurde der Kinderfasching, der bereits jahrelang unterstützt worden war, erstmals in Eigenregie auf die Beine gestellt.

Erfolg bei »Europameisterschaft«

Ein Höhepunkt in der Geschichte der Wetterfrösche war der Sieg des Männerballetts bei einem Wettbewerb in Goch, der als »Europameisterschaft« ausgeschrieben war. Mit ihrem Stepptanz wurden die »Knallfrösch« 2008 Zweite beim »Grand Prix der strammen Waden« im HR-Fernsehen. Fast 20 Jahre führte Andreas Grau durch die Wetterfrösche-Sitzungen. Zum Nachfolger wurde Volker »Knusper« Frühschütz, ebenfalls ein Wetterfrösche-Urgestein, auserkoren.

Über 140 Mitglieder sind bei den Wetterfröschen aktiv, darunter um die 70 Kinder und Jugendliche. Die Nachwuchsarbeit wird bei den Wetterfröschen großgeschrieben. Mindestens drei Nachwuchsgruppen tanzen alljährlich bei den Sitzungen. Inzwischen ist längst schon die zweite Generation aktiv. »Um den Nachwuchs machen wir uns keine Sorgen«, sagt Thomas Ehrentraut, der Sprecher des Teamvorstands, der seit letztem Jahr an der Spitze der Wetterfrösche steht.

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