29. Januar 2017, 20:53 Uhr

Nächster Schritt zur Hochschulstadt

»Nun können wir die Theorie gleich in die Praxis umsetzen«, sagte Maschinenbau-Student Leonard Moufang. »Das Gebäude ist für uns Studenten ein großer Gewinn.« Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) hat ein neues Laborgebäude am Friedberger Dachspfad bezogen. Mit einer feierlichen Eröffnung auf dem Gelände der ehemaligen Housing Area wurde es am Freitag dem Hochschulbetrieb übergeben. Die Kosten von 5,5 Millionen Euro tragen je zur Hälfte der Bund und das Land Hessen aus Mitteln des Hochschulpakts II.
29. Januar 2017, 20:53 Uhr
Feierlich wird der symbolische Schlüssel für das neue THM-Gebäude überreicht (v. l.): Matthias Willems, Thomas Platte, Direktor des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen, Dr. Bernadette Weyland, Ingmar Jung und Alfred Möller. (Fotos: cor/pv)

»Nun können wir die Theorie gleich in die Praxis umsetzen«, sagte Maschinenbau-Student Leonard Moufang. »Das Gebäude ist für uns Studenten ein großer Gewinn.« Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) hat ein neues Laborgebäude am Friedberger Dachspfad bezogen. Mit einer feierlichen Eröffnung auf dem Gelände der ehemaligen Housing Area wurde es am Freitag dem Hochschulbetrieb übergeben. Die Kosten von 5,5 Millionen Euro tragen je zur Hälfte der Bund und das Land Hessen aus Mitteln des Hochschulpakts II.

Der zweigeschossige Modulbau des Architekten Alfred Möller bietet etwa 750 Quadratmeter Nutzfläche für die Fachbereiche Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie, Informationstechnik-Elektrotechnik-Mechatronik sowie Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung. Im Neubau gibt es vorwiegend Labore, aber auch Büros, Seminar- und Gruppenräume. Er befindet sich nur 100 Meter entfernt vom Campus. Dieser bot nach einem Anstieg der Studentenzahlen nicht mehr genügend Platz, wie THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems erklärte. »Wir haben heute in Friedberg weit mehr als 5800 Studentinnen und Studenten. Das sind dreieinhalb Mal so viele wie Ende der 1990er Jahre. « Der Neubau bringe nun eine Entlastung. »Wir sind aber auf einen raschen weiteren Ausbau am Standort Friedberg angewiesen.« Willems betonte, dass die Hochschule nicht nur Platz für die Lehre, sondern auch für die angewandte Forschung brauche.

»Das Land und die Hochschule haben die Gunst der Stunde genutzt, hier in nur eineinhalb Jahren einen anspruchsvollen Neubau zu realisieren«, sagte die Hessische Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland. Das eingeweihte Gebäude C1 habe mit seinem Passivhausstandard Vorbildcharakter.

»Eine erfolgreiche Gebäude-Realisierung«, zeigte sich Architekt Möller erfreut. Bereits im Jahre 2013 habe der Entwurf des Architekturbüros für die Bebauung des Gesamtgrundstücks mit den Gebäuden C1, C2 und C3 sowie einem Parkdeck den Zuschlag des Landes erhalten. Für das C1-Gebäude seien alle Kosten eingehalten worden. »Für uns Architekten war die Funktion des Gebäudes mit unterschiedlichen, sich konträr verhaltenden Nutzungen aber eine extreme Herausforderung.«, sagte der Diplom-Ingenieur. »Vor allem mit der Funktion Aufspannfeld für Tests an Pkw-Karosserien mit Prüflabor im Erdgeschoss und hochsensiblen Räumen mit optischen Laserapplikationen im Obergeschoss direkt darüber.« Dies setzte absolute Schwingungsfreiheit voraus.

Der behindertengerechte Neubau, der auch Möglichkeiten zum Aufstocken bietet, unterschreite in seiner energetischen Bauweise deutlich gesetzlich vorgeschriebene Normen. Wünschenswert wäre, wenn nun weitere Bauabschnitte in Kürze folgen.

Das Land Hessen hatte ein gut 8300 Quadratmeter großes Teilstück der ehemaligen Housing Area gekauft. Als nächstes soll dort ein Technologiezentrum mit einer Nutzfläche von 1800 Quadratmetern entstehen.

Hessens Hochschulen könnten auch in diesem Jahr mit finanzieller Sicherheit rechnen, wie Ingmar Jung, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Kunst, versprach.

»Friedberg ist auf dem Weg zur Hochschulstadt wieder einen Schritt voran gekommen«, sagte Bürgermeister Michael Keller. »Zur richtigen Zeit wurden die richtigen Entscheidungen getroffen.«

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