30. Oktober 2018, 11:00 Uhr

Nach der Wahl

Nach Wahlschlappe: Alber will Großprojekte in Rosbach auf Eis legen

Die Rosbacher haben den Bürgermeister Thomas Alber abgewählt. Nun äußert sich der Noch-Amtsinhaber zur Wahlschlappe und den Konsequenzen.
30. Oktober 2018, 11:00 Uhr

Von Sabrina Dämon , 1 Kommentar

Der parteilose Bürgermeister Thomas Alber kam am Wahlsonntag auf 16,7 Prozent der Stimmen. Für eine zweite Amtszeit reicht das nicht. Stattdessen wird ihn entweder Steffen Maar oder Christoph Käding beerben. Die beiden parteilosen Kandidaten gehen am 11. November in die Stichwahl, der Gewinner wird ab März Bürgermeister der Stadt sein. Bis dahin ist Alber noch im Amt. Zum Ergebnis sagt er: »Der Wähler hat entschieden, dafür ist eine Wahl da. Ich habe noch mal ein Angebot gemacht und klar benannt, wofür ich stehe. Das Ergebnis muss ich so deuten, dass die meisten Rosbacher den Kandidaten ihre Stimme gegeben haben, die sagen, ›wir müssen auf die Bremse treten‹.« Er habe von Anfang an gesagt: »Wer keine Entwicklung möchte, der wählt mich nicht.«

 

Keine Dickmühlen-Erweiterung

Bis Mitte März wird er noch Bürgermeister sein, bevor ein Nachfolger seinen Platz im Rathaus einnimmt. »Klar, ich werde mein Amt ordentlich ausüben«, sagt Alber, »aber klar ist auch, dass ich die Zukunftsprojekte, die meiner Initiative entspringen, auf Eis legen werde.« Da sei etwa das Projekt Naturbewegungsraum an der Kapersburgschule – »ist beerdigt«. Oder die Erweiterung des Gewerbegebiets Dickmühle: »komplett auf Eis gelegt.« Denn es ergebe keinen Sinn, diese Projekte voranzutreiben, wenn der neue Bürgermeister sich dagegen stelle.

Über seine weiteren Pläne sagt Alber, er wolle sich auf sein vor zehn Jahren nebenberuflich absolviertes Studium in Sportökonomie konzentrieren – »nach 30 Jahren in der Verwaltung möchte ich dieses Studium nutzen und im Rahmen einer Selbstständigkeit auch ausbauen«. Konkret könne er dazu noch nichts sagen: »Es ist in Vorbereitung.« Ebensowenig sei klar, ob er in Rosbach bleibt – die Stadt, in die er gezogen ist, als er vor knapp sechs Jahren zum Bürgermeister gewählt worden ist. »Ich werde meinen beruflichen Pfaden folgen. Wo es mich hinverschlägt, ist noch nicht absehbar.«

Verlierer der Bürgermeisterwahl sind auch die Kandidaten Hans-Otto-Jacobi und Christian Thiel. Jacobi, der als FDP-Kandidat ins Rennen gegangen war und als Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament sitzt, sagte zu seinem Ergebnis: »Ich habe mir ein bisschen mehr erwartet. Aber wir sind nach wie vor von der Richtigkeit unserer Positionen überzeugt, und die werden wir auch einbringen.« Außerdem bringe das Wahlergebnis einen neuen Bürgermeister, eine Wahlempfehlung werde es aber von der FDP nicht geben. Die FDP gehört zu den Fraktionen, die stets auf Konfrontationskurs gegangen sind mit Bürgermeister Alber.

 

Stichwahl am 11. November

Thiel ist von keiner Partei in Rosbach unterstützt worden. Er bekam insgesamt 697 Stimmen, das entspricht 10,4 Prozent. Zu dem Ergebnis sagt er: »Für mich persönlich ist es schade, dass ich nicht weitergekommen bin, aber da ich quasi als Alleinunterhalter ohne Unterstützung einer Partei angetreten bin, ist ein zweistelliges Ergebnis schon positiv.« Was er seinen Wählern für die Stichwahl rät? »Ich schätze beide Kandidaten, aber beide haben ihre positiven und negativen Seiten, sonst wäre ich ja nicht angetreten.« Er würde seine Stimme Maar geben.

Darüber, wer ab März den Chefposten im Rosbacher Rathaus übernehmen wird, entscheiden die Rosbacher und Rodheimer am 11. November. Sowohl Käding als auch Maar treten als parteilose Kandidaten an. Der 50-jährige Käding wurde im Wahlkampf von der Fraktion der »Stimme« und von den Freien Wählern unterstützt; die Freien Wähler hatten sich ebenso für den 47-jährigen Maar ausgesprochen, der zudem von CDU und Grünen unterstützt wird.

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