08. Juli 2019, 05:00 Uhr

Bee Gees Tribut

Musikalische Achterbahnfahrt im Festzelt der Fußballer

Friedberg (har). Zwei der drei Gibb-Brüder sind bereits gestorben, doch die Musik der legendären Bee Gees lebt bis heute weiter. Dass dem so ist, dafür sorgen auch zahlreiche Tribute-Bands.
08. Juli 2019, 05:00 Uhr
Ganz nah dran am Original (v. l.): Uwe Haselsteiner, Franco Leon und Michael Zai als Maurice, Robin und Barry Gibb. (Foto: Loni Schuchardt)

Die wohl beste in Europa, wenn nicht sogar weltweit, ist »Night Fever - the very Best of the Bee Gees«, die am Freitagabend bereits zum vierten Mal zu Gast in Friedberg waren. Nach dem triumphalen Erfolg bei den Oldies-Nächten im Zirkuszelt auf der Seewiese, zuletzt vor drei Jahren, verpflichteten die Verantwortlichen des FC Olympia die Truppe mit professionellen Musikern aus Rheinland-Pfalz zu ihrem 110-jährigen Bestehen.

Zwei Stunden lang heizten Michael Zai als Barry Gibb, Uwe Haselsteiner (Maurice Gibb) und Franco Leon (Robin Gibb) den Fans im Festzelt neben dem Fauerbacher Sportplatz mächtig ein. Da konnte man durchaus vergessen, dass nicht die Gibb-Brüder auf der Bühne standen.

Seit zwölf Jahren tourt die Truppe mit ihrer »Tribute Show« durch Europa, hervorragend begleitet von Helmut Scholz (Gitarre), Frank Landes (Bass) und Drummer Cay Rüdiger. Kein Hit der Gibb-Brüder fehlte, angefangen von den frühen »Schmuse-Hits« wie »Massachusetts« oder »Words« aus den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren bis hin zu Disco-Klassikern wie »Stayin‹ live« oder »Night Fever«. Als sich dazu die Disco-Kugel drehte, erreichte die Party der 600 begeisterten Besucher ungeahnte Höhen. Kaum jemanden hielt es mehr auf den Bänken, selbst um das Zelt herum wurde an dem lauen Sommerabend fleißig getanzt.

»Rocketman« im Vorprogramm

Welche Musikalität in dem Fronttrio steckt, zeigte sich beim »Unplugged-Block« mit Songs wie »In the Morning of my Life« oder einer fröhlichen Version des 50er-Jahre-Klassikers »Lollipop«, den die Bee Gees bei ihren ersten Auftritten 1958 sangen. »Das hier ist eine Achterbahnfahrt durch eine tolle Zeit«, meinte Michael Zay.

Gleich drei Zugaben gab die Band, darunter »Juliet«, der große Solo-Hit von Robin Gibb. Da begeisterte erneut Franco Leon mit seinem Stimmumfang von dreieinhalb Oktaven - trotz einer leichten Erkältung.

Mit dem Kuschelhit »Now I’m found, that the world is round«, endete schließlich die große Bee-Gees-Party. »Nach Friedberg kommen wir gerne wieder,« meinte Zay noch. Den Auftakt des Abends hatte Sänger und Songwriter C. J. Marvin alias John Martin Benedetti mit seiner Elton-John-Show gestaltet. Eine gute halbe Stunde schlüpfte der in Australien geborene Musiker mit italienischen Vorfahren in die Rolle des »Rocket Man«, natürlich mit überdimensionaler Brille, Federstola und buntem Kostüm, Accessoires die bei keinem Elton-John-Auftritt fehlen dürfen.

Seine Hommage an den britischen Superstar eröffnete Marvin mit »It’s a little bit funny«. Er singt nicht nur die Elton-John-Klassiker aus vier Jahrzehnten live, er begleitet sich auch selbst am Klavier und entpuppt sich schnell als exzellenter Pianist. Mit Hits wie »Daniel«, »Rocket Man, »Chiquita« oder »I’m Still Standing« bis hin zum Musical-Hit »Can you feel the love tonight« begeisterte Marvin ein ums andere Mal. Mit dem von den Besuchern gewünschten »Don’t let the sun go down on me« als Zugabe endete die Einstimmung auf »Night Fever«.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Barry Gibb
  • Bee Gees
  • Fans
  • Friedberg
  • Fußballspieler
  • John Martin
  • Maurice Gibb
  • Musikalität und Musikalisches Können
  • Olympiade
  • Robin Gibb
  • Still GmbH
  • Truppen
  • Friedberg
  • Harald Schuchardt
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen