12. Juni 2017, 19:29 Uhr

Musikalisch um den Globus

12. Juni 2017, 19:29 Uhr
Auf großes Interesse bei »Florstadt klingt um die Welt« stößt einmal mehr das Afrikanische Trommeln. (Foto: sl)

Mit »Florstadt klingt um die Welt« hat der Volkschor Stammheim zum zweiten Mal gezeigt, dass er mehr als »nur ein Gesangverein« ist, unter anderem mit Workshop-Angeboten für alle Altersgruppen. Beim Abschlusskonzert erhielten die Zuschauer kleine Impressionen aus den Workshops und erlebten ein interessantes musikalisches Potpourri. Knapp 50 Teilnehmer hatten sich für die fünf dreistündigen Workshops angemeldet, darunter auch etliche Flüchtlinge, die so ein Stückchen deutscher Vereinskultur erleben konnten.

Für die Workshop-Phase nutzte man die neben dem Bürgerhaus umliegenden Räumlichkeiten bei der evangelischen Kirche, in der Schülerbetreuung der Grundschule sowie bei der Chrischona-Gemeinde. Sehr technisch sah es beim Beatbox-Workshop von Jan Frische aus. Jeder Teilnehmer zeigte seine ihm eigene Interpretation eines Schlagzeugs. So entstanden individuelle akustische Soli, die am Abend unter großem Beifall der Teilnehmer mit Klavierbegleitung zum Vortrag kamen.

Der Instrumental-Workshop unter Leitung von Dorothea Grebe war vielseitig besetzt mit Cello, Akkordeon, Geige, drei Flöten und vier Gitarren. Auf dem Programm standen unter anderem Stücke der Beatles. Mit »Yesterday« und »Yellow Submarine« gab es dann am Abend eine fast perfekte Aufführung. Die Trommler brachten unter der Leitung von Frank Köstler die Schülerbetreuung und abends auch das Bürgerhaus zum Beben. Im Zentrum standen hier verschiedene Rhythmen ergänzt durch weitere Klanginstrumente. Ganz klassisch ging Gisa Schäfer beim Singen wunderschöner deutscher Volkslieder vor, die mit Gitarrenbegleitung einstudiert und später auch vorgeführt werden konnten.

Zweisprachiges »Bruder Jakob«

Direkt nach der Workshop-Phase folgte die Aufführung der Kinder, die sich schon ganz gespannt auf der Bühne eingefunden hatten. Unter Leitung von Musikpädagogin Julia Hofmann und Stephanie Bollinger präsentierten sie mit Freunde einen Tanz und mehrere Lieder. Bei »Bruder Jakob« auf Deutsch und Französisch durfte dann auch das Publikum einen Kanon mitsingen. Nach einer verdienten Verschnaufpause bei kleinen Snacks folgte am Abend als Finale das Abschlusskonzert. Alle Workshopgruppen beeindruckten, und jeder bekam einen Einblick in die Arbeit der fünf Workshops.

Dazwischen gab es mehrere Einlagen des gemischten Chors, der mit seiner Liedauswahl rund um die Welt führte. Zu hören war »Sihahamba« aus Afrika »Lollipop« aus Amerika, »Wer kann segeln ohne Wind« aus Skandinavien und »Zogen einst fünf wilde Schwäne« aus Ostpreußen.

Die Verantwortlichen des Volkschors bedankten sich beim Kulturprogramm »Florstadt kulturell« und für die Unterstützung durch »BuntERleben«. Rochsane Mentes vom Aktionsbüro »Demokratie leben« gab das Dankeschön zurück, »denn was wäre eine finanzielle Zuwendung ohne derart engagierte Helfer, die unbezahlbar sind«, erklärte sie. Für die Stadt Florstadt hatte der Erste Stadtrat Gerold Helfrich Bürgermeister Herbert Unger vertreten.

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