30. Oktober 2018, 20:27 Uhr

Musik liegt in der Luft

Die Wetterau ist reich an musikalischen Talenten. Chöre, Musikschulen oder die Freiwillige Feuerwehr sind dafür erfolgreiche Brutstätten. Das gilt auch für Cornelia »Conni« Ott, die heute sehr erfolgreich in mehreren Formationen der Region auftritt. Am Samstag feiert sie mit »ihren« Dixie-Swingers im Alten Hallenbad in Friedberg: Das fünfjährige Bestehen ist Anlass für ein Gespräch.
30. Oktober 2018, 20:27 Uhr
»Ich liebe die Musik und ich liebe es, auf der Bühne und im Rampenlicht zu stehen«, sagt Cornelia »Conni« Ott. (Fotos: emh)

Wie sind Sie zur Musik gekommen?

Conni Ott: Von früher Jugend an war ich im Frankfurter Elternhaus mit Musik umgeben. Swing von Glenn Miller und das Musical »My fair Lady« waren meine ersten heißgeliebten Schallplatten. Musik wurde mir quasi von meinem Berliner Großvater Heinz Höhne, er komponierte die Melodie zu »Hoch auf dem gelben Wagen«, in die Wiege gelegt. Es ist ein bekanntes Volkslied, und wurde sogar ein internationaler Hit als Bundespräsident Walter Scheel es 1973 in einer ZDF-Show zugunsten wohltätiger Zwecke gesungen hatte.

War Ihr Großvater Musiker und Komponist?

Ott: Nein, im Hauptberuf war er Apotheker, wie auch mein Vater und ich habe mich dann auch für die Apotheke entschieden.

Sie sind also in der Apotheke in dritter Generation, arbeiten Sie noch in diesem Beruf oder füllt die Musik heute ihr Leben aus?

Ott: Ich arbeite weiterhin in meinem Beruf, in der Liebig- und in der Engel-Apotheke in Friedberg. Meine Freizeit ist der Musik gewidmet.

Haben Sie in Ihrer Jugend ein Instrument gelernt?

Ott: Leider nein, wir waren drei Kinder und damals gab es die Musikschulen von heute noch nicht. Privatlehrer waren zu dieser Zeit, unerschwinglich. Erste Saxofontöne habe ich erst im Alter von 40 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Nieder-Wöllstadt gelernt. Auf der Suche nach einem professionellen Saxofon-Lehrer fand ich Fred Ott, der meine jazzige Stimme erkannte und mich in seiner »Freddies Bigband« erstmals öffentlich singen ließ – eine tolle Erfahrung.

Sie erwähnten, in mehreren Formationen zu spielen?

Ott: Seit 2007 bin ich Mitglied in der Big Band »Magic Rhythm,« der Musikschule Bad Nauheim und seit 2013 in fester Formation mit den von ihr gegründeten Dixie-Swingers. Lange Jahre habe ich im Musikverein Ober-Wöllstadt mitgespielt. Seit fünf Jahren singe ich außerdem im internationalen Chor Pro-Musica in Karben.

Wie sind Sie zu den Dixie-Swingers gekommen?

Ott: Als mein Mann, Fred Ott, gestorben ist, wollte ich mich mit einem Konzert postum bei ihm bedanken – für alles, was er mir beigebracht hat. Die von mir und Dieter Wierz, zusammengestellte Band hatte diesen ersten Auftritt am 2. November 2013 in Friedberg. Alle Mitwirkenden hatten bereits langjährige Spielerfahrung in anderen Formationen, und so eroberte sich unsere Band gleich ein begeistertes Publikum. Als erste große Veranstaltung folgte im Januar 2014 die Karbener Jazz Night, die seitdem zu einem festen Termin im Kalender der Dixie-Swingers wurde und immer ausverkauft war. Inzwischen ist die Band im ganzen Rhein-Main-Gebiet und in Mittelhessen bekannt.

Welchen Musikstil verfolgen Sie bei den Dixie-Swingers?

Ott: Wir zeichnen uns durch eine breite stilistische Vielfalt aus. Von alten Bluestiteln über Dixieland und Swing-Standards bis zu Latin-Jazz, Spirituals und Chansons, decken wir zehn Jahrzehnte Jazzgeschichte ab. Dabei steht oft der Gesang im Vordergrund – neben meinen Jazzsongs gehen auch unsere zwei- und dreistimmigen Gesangsarrangements unter die Haut.

Sie haben eine starke Bühnenpräsenz.

Ott: Ich liebe die Musik und ich liebe es, auf der Bühne und im Rampenlicht zu stehen! Da fällt es mir leicht, mit lockerer Moderation das Publikum zu gewinnen und den Auftritt der Dixie-Swingers zu einem vergnüglichen Erlebnis werden zu lassen. Es soll aber niemals zur Routine werden, deswegen geben wir auch nur eine begrenzte Anzahl von Konzerten im Jahr. Der Spaß steht hierbei immer im Vordergrund.

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