Mit weihnachtlicher Musik und besinnlichen Texten stimmte der Männergesangverein Germania mit seinem Chorleiter Ekkehard Voigt in der Nieder-Rosbacher Burgkirche auf einen friedvollen dritten Advent und geruhsame Festtage ein. Einer schönen Tradition folgend war auch die sechsköpfige Flötengruppe der Burgkirchengemeinde unter der Leitung von Hannelore Hartenstein mit von der Partie.

Moderator Theo Rodemerk freute sich, unter den Gästen nicht nur die Hausherrin, Pfarrerin Dorothee Limlei, begrüßen zu dürfen, sondern auch den Ersten Stadtrat Heinz Sill nebst Gattin sowie die Vorsitzende des Sängerkreises Friedberg-Wetterau, Bettina Winkel. Auch Ex-Chorleiter Norbert Abel war gekommen und durfte erfreut feststellen, dass sein Nachfolger Voigt zahlreiche seiner Arrangements in das Repertoire aufgenommen hatte – etwa beim »Kleinen Trommlerjungen« oder bei »Fröhliche Weihnacht überall«.

Zwei Stunden ohne Hektik

Ob bei Friedens- oder Weihnachtsglocken, ob beim zarten Glöcklein oder bei der Stille der heiligen Nacht – hier durfte man die Sorgen oder Hektik der letzten Tage vor Weihnachten für zwei Stunden hinter sich lassen und sich allein dem Zuhören widmen. Die Weihnachtsgedanken von Hermann Hesse erzählten von der Sehnsucht nach Ruhe und Geborgenheit und der Ehrfurcht vor dem großen Herrn, der Himmel und Erde geschaffen hat. Die Flöten widmeten sich eindrucksvoll der Sinfonica aus dem Messias von Georg Friedrich Händel. Mit einem Gedicht von Clemens Bittlinger, einem evangelischen Pfarrer, Buchautor und Liedermacher neuer geistlicher Lieder, holte Moderator Rodemerk auch das Bild der Engel in das Gotteshaus. Später griff er zur Mundharmonika und ließ die Geschichte vom einsamen Hirten, der in der Heiligen Nacht bei seiner Schafen weilte, musikalisch in das Gotteshaus einschweben.

Unverzichtbar gehörte Beethovens »Hymne an die Nacht« zum Programm. Sie kann man schon fast als Traditionsstück der Germania bezeichnen, und bei »Fröhliche Weihnacht überall« zauberten die Sänger ein Lächeln auf die Gesichter der Zuhörer. Mit Bach’scher Weihnachtsmusik und dem Transeamus von Joseph Ignaz Schnabel setzte das Flötenensemble sein Programm fort, und Rodemerk stellte – begleitet von Ekkehard Voigt an der Gitarre – die Frage: »Engel – gibt es sie?«. In diesem einfühlsam vorgetragenen Text bittet ein Schutzengel den Herrn, den Menschen eine bessere Sprache zu geben, und wurde erhört: Gott schickte den Engel des Gesangs auf die Erde, damit er die Menschen seine Sprache lehre. Rodemerks Fazit: »Musik ist eine wunderbare Sprache.« Mit »Süßer die Glocken nie klingen«, bewiesen Chor, Flöten und Zuhörer, dass sie alle diese Sprache verstanden.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Advent
  • Clemens Bittlinger
  • Ekkehard Voigt
  • Evangelische Kirche
  • Festtage
  • Flöte
  • Georg Friedrich
  • Georg Friedrich Händel
  • Hermann Hesse
  • Ludwig van Beethoven
  • Sprache
  • Rosbach
  • Edelgard Halaczinsky
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 43 - 10: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.