26. August 2018, 20:22 Uhr

Musik für den kleinen Louis

26. August 2018, 20:22 Uhr
NMA
Ales tritt als letzter Künstler auf.

Drei Künstler sind am Freitagabend im Jugendhaus »Alte Feuerwache« aufgetreten, um einen guten Zweck zu unterstützen. André Flachs, Di Mari und Ales unterhielten die Besucher und machten sich für den zweijährigen Louis aus Espa stark. Mit dem Benefizkonzert »Wir helfen Louis« wurden ein weiteres Mal Spenden für den Jungen gesammelt, der an einem seltenen Gendefekt leidet.

Louis wird sein Leben lang schwerbehindert und auf fremde Hilfe angewiesen sein. Seit 2011 ist die Forschung in der Lage, den Gendefekt zu diagnostizieren. Seither sind weltweit 261 Fälle bekannt. Den Betroffenen des FOXG1-Syndroms fehlt ein Stück des 14. Chromosoms, das für die Vernetzung und Entwicklung des Gehirns zuständig ist.

Zwar ist die Krankheit nicht heilbar, allerdings soll eine Delfintherapie die Symptome abmildern können. Die Kosten für eine solche Therapie, die auch logopädische und physiotherapeutische Einheiten umfasst, liegen bei rund 20 000 Euro und werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Auch Louis’ Bruder und seine Schwester werden in das Therapieprogramm eingebunden. Hinzu kommen Kosten für Reise, Unterbringung und Verpflegung während der 14-tägigen Therapie, die auf der Karibikinsel Curaçao stattfinden wird. Bei einem Benefizturnier in der Justizvollzugsanstalt Rockenberg kamen im April bereits 16 490 Euro zusammen.

380 Euro gespendet

Als Alessandro Muriale, ein Verwandter der Familie, im Dezember von der benötigten Therapie erfuhr, fragte er sich, wie er helfen kann. »Da ich Musik mache, kam ich auf die Idee mit dem Konzert«, sagte der Rapper der WZ. Der Erlös des am Freitag veranstalteten Konzerts soll für die Verpflegung der Familie während der Therapie verwendet werden. Neben der musikalischen Darbietung konnten die Konzertbesucher gegen eine Spende Getränke, Muffins oder Bändchen mit der Aufschrift »Ich helfe Louis« erwerben.

André Flachs, Schüler des Burggymnasiums, performte einige selbst geschriebene Songs. Darauf folgte Di Mari, zweifacher Gewinner des deutschen Rock- und Pop-Preises. Zuletzt trat Organisator und Rapper Ales aus Bad Nauheim auf. Die Musik kam beim Publikum sehr gut an, und die Stimmung war – trotz des Anlasses der Veranstaltung – heiter. Stefanie Mank, die Mutter von Louis, bedankte sich auch im Namen ihres Sohnes für den tollen Abend und die Spenden. 380 Euro kamen zusammen.

Am 5. Januar wird die Therapie beginnen. Bis dahin steht den Manks noch viel bevor. Die Pflege von Louis ist aufwendig; er muss drei Stunden täglich gefüttert werden und bekommt dreimal am Tag mehrere Medikamente. Auch das Eigenheim ist noch nicht barrierefrei. Ein Umbau, der langfristig dringend notwendig ist, wird auch wieder mit hohen Kosten verbunden sein.

Außerdem wurde bei Louis’ einjährigem Bruder Lenny ein Gehirntumor entdeckt und mittlerweile erfolgreich entfernt. Stefanie Mank: »Lenny entwickelt sich gut, und er fängt schon an zu laufen. Wir hoffen, dass sich dieser Alptraum nicht wiederholt.« (Foto: nma)

Der Verein dolphin-aid sammelt Spenden für Familien, deren Kinder eine Delfintherapie benötigen. Wer für Louis spenden möchte, sollte als Verwendungszweck Louis Mank angegeben. Spendenkonto: Stadtsparkasse Düsseldorf, IBAN: DE 52 30 05 01 10 00 20 00 24 24. Weitere Infos unter www.facebook.com.

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