02. August 2017, 20:23 Uhr

Münster profitiert

02. August 2017, 20:23 Uhr

Der Stadtteil Münster profitiert vom Dorferneuerungsprogramm: Fauerbach und Münster wurden im Jahre 2010 in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. Die wichtigsten Projekte wurden in einem Gesamtinvestitionsrahmen festgelegt. Landrat Joachim Arnold hat dieser Tage mit der Bewilligung von drei Zuschüssen für kommunale Vorhaben eine erste Bilanz gezogen.

»Insgesamt werden zehn kommunale Vorhaben, davon sieben Beratungen und Konzepte und drei investive Maßnahmen, gefördert werden. Bei einem Investitionsvolumen von knapp 300 000 Euro wurden so Zuschüsse in einem Gesamtvolumen von rund 130 000 Euro bewilligt. Das Investitionsvolumen bei privaten Vorhaben lag insgesamt bei 1,4 Millionen Euro. Diese wurden insgesamt mit knapp 280 000 Euro bezuschusst«, sagte der Landrat.

Bei den Zuschüssen, die Landrat Arnold dieser Tage bewilligte, handelt es sich um drei Maßnahmen im Stadtteil Münster. Der Vorplatz am Dorfgemeinschaftshaus soll neu gestaltet und die Oberfläche befestigt werden. Gemeinsam mit dem Neubau eines Spielplatzes am Dorfgemeinschaftshaus soll die Neugestaltung des Vorplatzes eine Einheit darstellen. Durch die Verwendung unbehandelten Holzes für die Spielgeräte soll der natürliche Charakter des Platzes noch unterstrichen werden. Für beide Maßnahmen bewilligte Landrat Arnold einen Zuschuss in Höhe von rund 56 000 Euro.

»Die vorgesehene Neugestaltung wertet den Platz als Begegnungsstätte auf«, betonte Bürgermeister Michael Merle bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide.

Weitere 73 000 Euro beträgt der Zuschuss für die Neugestaltung des Turnerplatzes in Münster. Dieser spiele in der Ortsgeschichte eine wichtige Rolle. Er sei Ort des örtlichen Löschteichs, der Feuerspritze und die Leitern für die Brandbekämpfung haben dort den Standort.

Zur Zeit, als die Landwirtschaft noch eine größere Rolle spielte, sei auch der Turnerplatz der zentrale Ort der Waage gewesen, auf der insbesondere Schweine als Schlachtvieh gewogen wurden. Durch den landwirtschaftlichen Strukturwandel habe das Wiegehäuschen seine Funktion verloren, sei aber nach wie vor ortsbildprägend. Der Löschteich sei zwischenzeitlich in einer Zisterne gefasst und verborgen.

Die Planungen für die künftige Gestaltung des Turnerplatzes sehen eine Vielzahl von Angeboten für den Aufenthalt und die Nutzung vor. Beispielsweise können Fahrradtouristen sich an einem Trinkbrunnen erfrischen, auf einem Podest können Vorführungen veranstaltet werden, das historische Wiegehäuschen soll öffentlich zugänglich werden und als Schutzdach dienen sowie ein Ort der Erinnerung sein. Für die Neugestaltung des Turnerplatzes sind Investitionen von 144 000 Euro vorgesehen. Der Zuschuss beträgt rund die Hälfte der Kosten.

Anträge sind noch bis Ende September möglich. Zuständig dafür ist die Fachstelle für Strukturförderung beim Wetteraukreis, Telefonnummer 0 60 31/83 14 32.

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