13. März 2018, 18:57 Uhr

Mitten im Berlin der 20er Jahre

13. März 2018, 18:57 Uhr
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Von Andreas Matlé
Ein perfektes Team bei »Friedberg lässt lesen«: Autor Volker Kutscher und Illustratorin Kat Menschik. (Foto: bf)

Volker Kutscher feiert mit seiner im Berlin der 20er Jahre spielenden Reihe um den Kriminalkommissar Gereon Rath große Erfolge. Der erste Band »Der nasse Fisch« wurde eben unter dem Titel »Babylon Berlin« von Tom Tykwer verfilmt. Nun stellte er im Rahmen der Reihe »Friedberg lässt lesen« gemeinsam mit Kat Menschik, die als Illustratorin aus dem Feuilletonteil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bekannt ist, im ausverkauften Bibliothekszentrum Klosterbau ihr gemeinsames Buch »Moabit« vor. Zeitlich ist dieser Text vor »Der nasse Fisch« einzuordnen und erzählt die Geschichte der Charlotte Ritter, Gereon Raths großer Liebe.

Einleitend berichtete Kat Menschik, wie es zu der Zusammenarbeit kam: Vor einigen Jahren trat der Verleger des Galiani Verlags an sie mit dem Vorschlag heran, kleinere Texte aufwendig zu illustrieren. Mit »Der Landarzt« von Franz Kafka erschien das erste der Lieblingsbücher, es folgten Shakespeares »Romeo und Julia« und »Die Bergwerke zu Falun« von E.T.A. Hoffmann. Die Arbeit an »Moabit« war dann etwas ganz Neues, da die Erzählung im Zusammenspiel zwischen Autor und Illustratorin entstand.

Volker Kutscher war sichtlich geehrt, in diese Reihe aufgenommen worden zu sein. Scherzhaft merkte er an, dass er aber im Gegensatz zu den anderen Autoren noch nicht tot sei und er deshalb jetzt mal den Anfang der Erzählung vorläse. Während das Publikum ihm gedanklich in das Berliner Gefängnis Moabit folgte, wurden die stimmungsvollen Illustrationen an eine Leinwand projiziert. Diese ausdrucksstarken, farbig unterlegten, holzschnittartigen Tuschezeichnungen versetzten die Besucher auch visuell in das Berlin der 20er Jahre. Abschließend las Kat Menschik aus dem dritten Kapitel – sehr passend, da sie mit ihrem Berliner Idiom die Gespräche der Charlotte Ritter und ihrer Freundin wunderbar lebendig wiedergab.

Bei der nächsten Veranstaltung »Friedberg lässt lesen«, wird Andreas Maier aus »Die Universität« lesen. Es ist der sechste Band der Reihe »Ortsumgehung«. Los geht es am Donnerstag, 22. März, um 20 Uhr in der Ovag-Hauptverwaltung. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf in den Geschäftsstellen der Wetterauer Zeitung, im Service-Zentrum der Ovag, in den Buchhandlungen Bindernagel, im Bibliothekszentrum Klosterbau, bei der Sparkasse Oberhessen und telefonisch über die Ovag 0 60 31/68 48 11 13.



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