04. Oktober 2018, 19:53 Uhr

Mit doppelter Energie zum Job

04. Oktober 2018, 19:53 Uhr
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Von Corinna Weigelt
Gabriela Zipfel (l.) und Sandra Fischer (2. v. l.) haben Präsentationen erarbeitet, die sie Annette Wetekam (2. v. r.) und Simone Güldner vorstellen. (Foto: cor)

Innovative Technologien, moderne Energieversorgung oder Mobilität – die Stadtwerke Bad Nauheim richten ihren Blick in die Zukunft. Schwerpunkte sind hier Ökologie und Nachhaltigkeit. Zukunftsorientiert agiert das kommunale Versorgungsunternehmen auch als Arbeitgeber. Mit dem Wandel in der Energiebranche ändern sich auch die Berufsfelder mit immer neuen Möglichkeiten. Und die lernen zwei junge Studentinnen nun in ihrem dualen Studium bei den Stadtwerken kennen – ein Novum bei dem Unternehmen.

Das Breitbandnetz sei sehr gefragt und werde weiter ausgebaut, sagt Marketing-Leiterin Annette Wetekam. Die Stadtwerke möchten in puncto innovative Techniken Position beziehen. Erreichen möchte man da auch die jungen Leute, etwa durch kostenloses WLAN in den Stadtbussen. Dass die Stadtwerke alles andere als »verstaubt« sind, zeigt zudem das Interesse an den Ausbildungsangeboten.

1,0-Abi nicht entscheidend

Durch das Internet wurden Sandra Fischer (19) aus Florstadt und Gabriela Zipfel (24) aus Großen-Linden auf das Studienangebot aufmerksam. »Wir waren erstaunt über die Vielzahl an hoch qualifizierten Bewerbern«, sagt Wetekam. Die Wahl fiel schließlich auf Fischer und Zipfel. Die Abiturnote von 1,0 sei hier aber nicht entscheidend gewesen. »Das Interesse für den Versorgungsanbieter sollte bestehen, ebenso eine Verbundenheit mit der Region«, erklärt die Marketing-Leiterin. Zudem gehöre der Kundenkontakt zum Alltag, Interesse an der Kommunikation sei ratsam.

Vor ihrem offiziellen Studienantritt haben beide Studentinnen ein Praktikum bei den Stadtwerken absolviert. »Dadurch konnte ich schon viele Abteilungen kennenlernen – Finanzen und das klassische Rechnungswesen, Vertrieb, Einkauf und auch Marketing«, erzählt Sandra Fischer, die am 1. Oktober mit ihrem dualen BWL-Studium begonnen hat. Schon das Praktikum habe gezeigt, dass ihr Studium sehr vielseitig werde. »Betriebswirtschaftslehre ist überhaupt nicht langweilig, durch die vielen Bereiche hier bei den Stadtwerken gibt es täglich neue Herausforderungen.«

Ähnlich sieht das Gabriela Zipfel, die bereits eine Ausbildung zur technischen Produktdesignerin erfolgreich abgeschlossen hat. Nun hat sie ihr duales Studium Wirtschaftingenieurwesen im Blick. Schon während des Praktikums wurde sie bei den Stadtwerken in technische Fachbereiche eingebunden, das alltägliche Geschäft lernte sie bei Kundenbesuchen kennen. »Durch die Mitarbeiter konnte ich einen tollen Überblick gewinnen«, sagt Zipfel, die bereits aktiv in die Arbeiten rund um Glasfaser und Breitband eingebunden worden ist. Beide Studentinnen können sich eine Zukunft bei den Stadtwerken vorstellen.

Drei beziehungsweise dreieinhalb Jahre wird nun in Blöcken abwechselnd in der Uni gebüffelt und die Praxis bei den Stadtwerken erlernt. Annette Wetekam und Simone Güldner, Leiterin Finanzen, sind sich sicher, zwei motivierte Studentinnen gefunden zu haben. »Motivationen und Interessen wurden schon in den Vorstellungsgesprächen deutlich«, sagt Güldner. Studiengänge sollen auch künftig bei den Stadtwerken angeboten werden. »Vielleicht wird aber auch ein Jahr pausiert«, sagt Güldner. »Wir sind ein kleines Unternehmen, müssen dazu ja auch die Kapazitäten im Haus beachten.« Derzeit bilden die Stadtwerke auch parallel jeweils zwei Azubis und Praktikanten aus.



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