Wetterau

Mit Spaß und ohne Fouls

Friedberg (har). Zehn Mannschaften hatten im Vorfeld Interesse bekundet, am ersten Menschenkicker-Cup von »Mensch mach mit« teilzunehmen. Letztendlich waren es nur fünf Teams, die am Samstag auf der Seewiese am Turnier teilnahmen. »Ich bin schon etwas über die Resonanz bei Firmen, Vereinen, Flüchtlings- und Behinderteneinrichtungen enttäuscht. Es geht doch hier um eine gute Sache«, sagte Klaus Schumacher, Vorsitzender des Integrationsvereins. Noch bei »Friedberg spielt« war Schumacher von einer großen Resonanz ausgegangen. Da war der Menschenkicker vor der Burg eine ständig belegte Attraktion.
12. August 2018, 20:13 Uhr
Harald Schuchardt
Menschenkicker
Bei der Siegerehrung sind auch Stefanie Becker-Bösch (l.) und Klaus Schumacher (r.) dabei. (Foto: lod)

Friedberg (har). Zehn Mannschaften hatten im Vorfeld Interesse bekundet, am ersten Menschenkicker-Cup von »Mensch mach mit« teilzunehmen. Letztendlich waren es nur fünf Teams, die am Samstag auf der Seewiese am Turnier teilnahmen. »Ich bin schon etwas über die Resonanz bei Firmen, Vereinen, Flüchtlings- und Behinderteneinrichtungen enttäuscht. Es geht doch hier um eine gute Sache«, sagte Klaus Schumacher, Vorsitzender des Integrationsvereins. Noch bei »Friedberg spielt« war Schumacher von einer großen Resonanz ausgegangen. Da war der Menschenkicker vor der Burg eine ständig belegte Attraktion.

Trotz der enttäuschenden Resonanz wurde das Turnier ein »wunderschönes sportliches und spaßiges Ereignis«, wie Schumacher vor der Siegerehrung am Spätnachmittag festhielt.

Tatsächlich machte es den behinderten und nichtbehinderten Menschen sichtlich Spaß, in einem der drei Menschenkicker gegeneinander zu spielen. Schumacher hatte in seiner Doppelfunktion als Schiedsrichter und Kommentator keinerlei Probleme bei den achtminütigen Spielen. Fouls und Proteste gab es nicht. Umso mehr wurde gelacht und gejubelt, etwa als Torwart Markus von den »Mitmach-Menschen« sein Gegenüber vom Team »Wilder Haufen« mit einem Fernschuss überraschte und so das 1:0 erzielte.

Fußball-Dart und Frisbee-Basketball

Rund um die drei Geräte gab es ein großes Spiele-Angebot, wie das Fußball-Dart, bei dem man mit Softbällen auf der mehrere Meter hohen Dartscheibe möglichst viele Punkte erzielen musste. Beim Sportmobil der Hessischen Sportjugend konnte jongliert oder Baseball und Frisbee-Basketball gespielt werden. Diese Angebote wurden von den Teilnehmern und den 30 Helfern immer wieder genutzt. Unterstützt wurde das Turnier vom Friedberger IT-Systemhaus @One-IT, das für kostenloses WLAN sorgte. Vor der Siegerehrung begeisterte die Trommeltruppe um den Senegalesen Fallou Sy aus dem Raum Gießen. Schnell wurde vor der Bühne getanzt und laut »Zum Zum Beia« mitgesungen. Zur Siegerehrung kam Sozialdezernentin Stefanie Becker-Bösch, wurde das Turnier doch von der Wetterauer Initiative des Bundesprogramms »Demokratie Leben« unterstützt. »Radikalismus und Rassismus darf in unserer Gesellschaft niemals toleriert werden. Wir stehen für eine bunte vielfältige Gesellschaft in der Wetterau«, sagte Becker-Bösch.

Riesig war der Jubel dann beim Sieger, dem »Wilden Haufen«, Platz zwei ging an die »Mitmachmenschen«, Platz drei an das einzige Firmenteam, das von Fresenius Kabi. Mit dabei waren ferner ein Team der Lebensgemeinschaft Bingenheim und das Hephaistos-Team der Lebenshilfe Wetterau, das den Sonderpreis als witzigstes Team erhielt.

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