30. Oktober 2018, 20:33 Uhr

Mit Schubert und Sting

30. Oktober 2018, 20:33 Uhr
Der von Jan Frische geleitete Basilikachor hat Kirchenlieder, aber auch Gospeltitel und Popsongs im Repertoire. (Foto: udo)

Der Basilikachor feierte am Samstagnachmittag sein fünfjähriges Bestehen. Er lud mit Kirchenliedern verschiedener Epochen, darunter »Ubi caritas«, und weltlichen Titel wie Stings »Fields of gold« und Eric Claptons »Tears in heaven« in die Basilika ein. Im Konzert trat neben den Jubilaren die Assenheimer Gottesdienstband »The Grooves« auf, die aus Jan Frische (Klavier), Fabian Minor (Schlagzeug), Kai Fabel (Gitarre) und Alexander Moder (Bass) besteht. Außerdem wirkte der noch namenlose Auswahl-Männerchor mit, der sich derzeit aus zwölf Mitgliedern zusammensetzt.

Chorsprecher Gerhard Einhoff blickte auf die Entstehungsgeschichte des Chors und dessen Leistungen zurück. Friedrich Silchers Vertonung des Psalms 150, »Alles was Odem hat«, eröffnete das Konzert und wies mit dem Lob Gottes auf die Hauptaufgaben eines Kirchenchors hin. Der Männerchor begann mit zwei Stücken, die ihre Kraft aus der Volksmusik ziehen, mit »Bajazzo« und »You raise me up«. Chorleiter Jan Frische erläuterte die zu Blöcken gruppierten Stücke.

Der von der Band begleitete Konzertteil enthielt ausschließlich englische Titel. Mit dem von Frische arrangierten »Gottes guter Segen sei mit euch« ging ein abwechslungsreicher Nachmittag mit vielen neueren Liedern auf hohem Level zu Ende. Franz Schubert und John Dowland dürften die ältesten Komponisten im Programm gewesen sein. Auch die weltlichen Beiträge hatten deutlich vernehmbare religiöse Dimensionen. Das Publikum hörte, dass in fünf Jahren viel aufgebaut wurde und spendete lauten und langen Applaus.

Der Chor war gebildet worden, als der Bedarf an einer musikalischen Begleitung der Gottesdienste unüberhörbar wurde – und weil viele junge Ilbenstädter gerne gemischt singen. In der Faschingszeit 2013 stellte der Gründungsdirigent Jan Frische sich vor, Pfarrer Thomas Knedelhans und der Verwaltungsrat der Pfarrei genehmigten das Konzept des neuen Kirchenchors und von März an wurde geübt. Erstmals trat das Ensemble in einer Ostermesse 2013 in der Basilika öffentlich auf.

Zunächst kam die Formation alle zwei Wochen in der Hauskapelle des Hauses Sankt Gottfried oder im Gottfrieds-Saal zusammen, seit Kurzem trifft sie sich in jeder Woche. Der Chor hat heute 35 aktive Mitglieder, darunter insgesamt acht auf ihre beiden Stimmlagen gleichmäßig verteilte Männer. Er hat Kirchenlieder, Gospeltitel und Popsongs aus allen Zeiten und Himmelsrichtungen im Repertoire. Das exotischste Stück ist vielleicht das altenglische »Come again«.

Der Basilikachor trat im vergangenen Jahr zusammen mit 700 Sängern in Büdesheim bei der Veranstaltung »500 Jahre Luther, 500 Stimmen« auf. Er wirkt regelmäßig an den Gottesdiensten zum Sommerfest der evangelischen Gemeinde, zum Straßenfest an der Klostermauer und zu den Hochfesten der Pfarrei mit. Im laufenden Jahr bereicherte der Chor die 1200-Jahr-Feier Ilbenstadts.

In Kürze wird im Ilbenstädter Adventskonzertbetrieb ein Einschnitt zu verzeichnen sein, denn erstmals wird am zweiten Adventssonntag um 17 Uhr nicht die Sängervereinigung Heimatliebe das Benefizkonzert zugunsten der historischen Onymus-Orgel veranstalten, sondern der Basilikachor. Außerdem werden weitere Niddataler Chöre und der Musikzug Niddatal auftreten. Der Basilikachor will die Tradition dieser Adventskonzerte weiterführen.

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