08. Mai 2019, 19:33 Uhr

Mit Müllauto Mobilfunklöcher aufspüren

08. Mai 2019, 19:33 Uhr
Sie stellen die Technik am Müllfahrzeug vor (v. l.): Oliver Wieczorek (Weisgerber Umweltservice), Christian Sperling (Kreisverwaltung), Kreisbeigeordneter Matthias Walther und Jürgen Reichhardt, Bernd Blaskowitz und Dominik Link (alle Firma Weisgerber).

»Die Mobilfunkversorgung ist ein immer wichtiger werdender Bestandteil unserer Infrastruktur. Gerade für den in vielen Bereichen ländlich geprägten Wetteraukreis ist eine gute Mobilfunkversorgung ein unverzichtbarer Standortfaktor.« Matthias Walther, Kreisbeigeordneter und Dezernent für die Kreisentwicklung, wolle die Löcher in der Mobilfunkanbindung möglichst schnell stopfen, heißt es in einer Pressemitteilung aus der Kreisverwaltung.

Dafür müsse man die tatsächliche Mobilfunkabdeckung im Wetteraukreis kennen. Nur so könnten Maßnahmen gezielt vorangetrieben und deren Wirksamkeit überprüft werden. Genau hierin liege aber ein großes Problem. Die tatsächliche Mobilfunkabdeckung lasse sich nämlich weder aus den Netzkarten der Mobilfunkanbieter, noch aus dem Breitbandatlas der Bundesnetzagentur ablesen, heißt es weiter in der Mitteilung des Kreises. Das liege daran, dass diese Netzkarten überwiegend auf Simulationen basierten und somit nur bedingt verlässlich seien. Deshalb seien flächendeckende Messungen notwendig, um Funklöcher zu lokalisieren und nachzuweisen.

Der Wetteraukreis ist eigenen Angaben zufolge Vorreiter bei der flächendeckenden Mobilfunkmessung in Hessen. Um die tatsächliche Mobilfunkabdeckung zu erfassen, setzt der Kreis seit wenigen Tagen die Lösung der schwedischen Firma IQMTEL testweise ein. Dabei fahren Messgeräte in Müllfahrzeugen der Firma Weisgerber durch den gesamten Landkreis und messen permanent die Signalstärke aller Netzbetreiber. Die Geräte senden ihre Messdaten sofort an die Analysecloud von IQMTEL, wo diese automatisch ausgewertet und auf einer Netzkarte online sichtbar gemacht werden. So lässt sich dann mit nur wenigen Klicks sehen, welcher Netzbetreiber in welcher Netzart (2G, 3G oder 4G) und an welchen Orten seine Stärken und Schwächen hat.

Ergebnis soll Ende Mai vorliegen

Bis Ende Mai könnten nahezu der gesamte Landkreis vermessen und alle gravierenden Funklöcher sichtbar gemacht werden, schreibt der Wetteraukreis. Von dem Test, der zunächst im Osten des Landkreises gemacht wird, verspricht sich Walther erste Einblicke in die tatsächliche Mobilfunkabdeckung im Wetteraukreis - als Basis für weitere Aktivitäten. Die Ergebnisse sollen auf dem Gigabitgipfel Hessen am 29. Mai vorgestellt werden. (Foto: prw)

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