Wetterau

Mick-Solle bereitet Abschied vor

Pfarrerin Mick-Solle verlässt die evangelische Kirchengemeinde am 31. August 2020. Wie es dann mit der Pfarrstelle weitergehen soll, verriet sie bei der jüngsten Gemeindeversammlung.
29. Oktober 2019, 20:43 Uhr
Redaktion
Im August 2020 verlässt Pfarrerin Rita Mick-Solle Assenheim. Ihre Nachfolge wird vermutlich erst im Frühjahr 2021 anfangen, berichtet sie der Gemeinde nach dem Gottesdienst. 	(Foto: Gabriele Reinhardt)
Im August 2020 verlässt Pfarrerin Rita Mick-Solle Assenheim. Ihre Nachfolge wird vermutlich erst im Frühjahr 2021 anfangen, berichtet sie der Gemeinde nach dem Gottesdienst. (Foto: Gabriele Reinhardt)

Pfarrerin Mick-Solle verlässt die evangelische Kirchengemeinde am 31. August 2020. Wie es dann mit der Pfarrstelle weitergehen soll, verriet sie bei der jüngsten Gemeindeversammlung.

Vor dieser gestaltete Mick-Solle zunächst den Gottesdienst zum Thema Wege. Viele gehe man im Leben gemeinsam, aber manche auch getrennt. Nicht immer seien es leichte Wege. »So ist Leben überall. Doch auf allen unseren Wegen sind wir behütet«, erinnerte die Pfarrerin die Gemeinde. Jesus habe sich allen Menschen zugewandt, insbesondere denen am Wegesrand. »Und so tragen auch wir Verantwortung für unsere Mitmenschen.«

In der Gemeindeversammlung, an der auch Dekan Volkhard Guth und der Ilbenstädter Kirchenvorsteher Jörg Kieckbusch teilnahmen, teilte Mick-Solle mit, dass die Baumaßnahme im und am Gemeindehaus fast abgeschlossen ist. Ab Sonntag stehe das Erdgeschoss wieder zur Verfügung.

Dekanat bald Kita-Träger

Für die evangelische Kita »Schatzkiste« kündigte die Pfarrerin eine organisatorische Änderung an. Ab dem 1. Januar 2020 werde die Personalleitung und die Verwaltung an die gemeindeübergreifende Trägerschaft des Dekanats (GüT) abgegeben. Das Kita-Gebäude verbleibe weiterhin im Eigentum der Kirchengemeinde, die auch künftig für alle Baumaßnahmen verantwortlich sei. Dem Antrag Mick-Solles zum Beitritt zur GüT stimmte der Kirchenvorstand einstimmig zu, da sich kein Mitglied in der Lage sieht, die Aufgaben eines Trägervertreters zu übernehmen. Die Kita bleibe Teil der Kirchengemeinde und die inhaltliche Arbeit ein wichtiger Bestandteil der Gemeindeaufgaben.

Zur regionalen Zusammenarbeit der Kirchengemeinden in Niddatal und Wöllstadt berichtete die Pfarrerin, dass die Gemeinde immer kleiner werde, im Moment habe sie noch 1535 Mitglieder. Für eine volle Pfarrstelle seien aber 1800 notwendig. »Die Regionalisierung sollte als Chance gesehen werden, in den Gemeinden zu hinterfragen, was verändert werden muss, damit unsere Kirche wieder attraktiver wird«, sagte Mick-Solle. Kirche müsse neu angedacht werden, indem man gemeinsam mit allen Kirchengemeinden in der Region nach anderen Wegen suche. Jede Kirchengemeinde werde auch weiterhin selbstständig bleiben und einen eigenen Kirchenvorstand haben. Wie die Gemeinden in einzelnen Projekten zusammenarbeiten, bleibe ihnen überlassen.

Nach dem Weggang der Pfarrerin im Spätsommer 2020 sollen im Pfarrhaus weitere bauliche Veränderungen durchgeführt werden, um die Pfarrstelle für eine neue Pfarrperson attraktiv zu machen. Im November werde Propst Schmidt zusammen mit dem Kirchenvorstand eine Bilanzierung der Ge-meindearbeit vornehmen, was Voraussetzung für die Stellenausschreibung sei. Sie erfolge im Frühjahr 2020. Wahrscheinlich könne die Stelle im Frühjahr 2021 wieder besetzt werden, vermutet Mick-Solle. Die neue Pfarrperson werde dann auch teilweise Aufgaben in Ilbenstadt übernehmen müssen.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/wetteraukreis/friedbergbadnauheim/Wetterau-Mick-Solle-bereitet-Abschied-vor;art472,639980

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