Wetterau

Meisterwerke aus Russland

Die russische Musik ist sehr vielfältig und zeichnet sich durch bedeutende Werke aller Genres aus. Alexander Glasunow versetzte seine traditionelle Kompositionstechnik mit einer farbenprächtigen Orchesterpalette. Der Mystiker Alexander Skrjabin träumte von einer Synthese aus Farben, Klang und Düften. Sergei Rachmaninow schrieb melancholisch-pathetische Klavierkonzerte. Die intime Variante der russischen Romantik für Streichorchester und Solisten, hat die Kammerphilharmonie Bad Nauheim während des Gala-Konzertes im Konzertsaal der Bad Nauheimer Trinkkuranlage geboten. Das Konzert »Romantisches aus Russland« wurde im Rahmen der Neuen Kurkonzerte vom Verein zur Förderung sinfonischer Musik in Zusammenarbeit mit der städtischen Musikschule veranstaltet. »Gerne mit dem Begriff der »Russischen Seele« verknüpft, genießen Musiker und Musikkenner in aller Welt die Meisterwerke der russischen Komponisten, die aus der Zeit der Romantik stammen«, sagt Karin Hendel, die das Konzert dirigierte und moderierte. Hendel ist seit 1984 Mitglied der Violinen des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks in Frankfurt und seit 1999 Konzertmeisterin und Gründungsmitglied der Kammerphilharmonie.
21. November 2017, 18:41 Uhr
Georgia Lori
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Hochkarätige Klänge berühmter Streicher spielt die Kammerphilharmonie im Konzertsaal der Trinkkuranlage. (Foto: geo)

Die russische Musik ist sehr vielfältig und zeichnet sich durch bedeutende Werke aller Genres aus. Alexander Glasunow versetzte seine traditionelle Kompositionstechnik mit einer farbenprächtigen Orchesterpalette. Der Mystiker Alexander Skrjabin träumte von einer Synthese aus Farben, Klang und Düften. Sergei Rachmaninow schrieb melancholisch-pathetische Klavierkonzerte. Die intime Variante der russischen Romantik für Streichorchester und Solisten, hat die Kammerphilharmonie Bad Nauheim während des Gala-Konzertes im Konzertsaal der Bad Nauheimer Trinkkuranlage geboten. Das Konzert »Romantisches aus Russland« wurde im Rahmen der Neuen Kurkonzerte vom Verein zur Förderung sinfonischer Musik in Zusammenarbeit mit der städtischen Musikschule veranstaltet. »Gerne mit dem Begriff der »Russischen Seele« verknüpft, genießen Musiker und Musikkenner in aller Welt die Meisterwerke der russischen Komponisten, die aus der Zeit der Romantik stammen«, sagt Karin Hendel, die das Konzert dirigierte und moderierte. Hendel ist seit 1984 Mitglied der Violinen des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks in Frankfurt und seit 1999 Konzertmeisterin und Gründungsmitglied der Kammerphilharmonie.

Eng mit den Musikstücken aus der Zarenzeit verknüpft, sind dramatische biografische Aspekte ihrer Schöpfer. So stand der Komponist Alexander Alexandrowitsch Aljabjew von 1825 bis an sein Lebensende 1851 unter Polizeiaufsicht. Sergei Rachmaninows Vater verlor Hab und Gut durch Misswirtschaft und Anton Arensky litt an Spiel- und Trunksucht und starb mit 44 Jahren. An Aljabjew erinnerte die russische Sopranistin Irina Prodan mit dessen Bravourstück »Die Nachtigall«. »Das Kabinettstückchen für Koloratursopran ist sehr schwer zu singen«, sagt Hendel. Prodan sang auch die »Aria« von Heitor Villa-Lobos und Schuberts « Der Hirt auf dem Felsen«, unterstützt von Soloklarinettist Ulrich Mehlhart vom Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks. Weitere Solisten aus Russland kamen mit Cellistin Tatjana Drujan und Pianist Alexander Schawgulidse auf die Bühne. Sie bilden das Ensemble »Rare-a-Tête«.

Von Pjotr Tschaikowsky war das »Andante Cantabile« zu hören, das sich durch den singenden Klang des Violoncellos auszeichnet. Zum Programm zählten auch »Thema und Variationen« von Glasunow und bekannte Melodien von Rachmaninow, wie das aus seinem zweiten Klavierkonzert gefertigte Arrangement für Streichorchester. Sergej Prokofjews wichtiges Werk, die »Ouvertüre über hebräische Melodien« op. 34 zeichnet mit an Klezmermusik erinnernden Klarinettensoli das Leben im Schtetl nach.

Eine tragende Rolle nahm dabei das Klaviersolo von Alexander Schawgulidse ein, sowohl in Prokofjews Werk, als auch in »Ouvertüre und Galopp« von Dimitri Schostakowitsch, aus der Suite »Die Hornisse«.

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