30. Oktober 2019, 20:07 Uhr

Meilenweit für den guten Zweck

30. Oktober 2019, 20:07 Uhr
Geschafft: Nach dem Marathon stellt sich das Laufteam in der Festhalle für ein Bild auf. (Foto: pm)

Läuferinnen und Läufer haben sich wieder die roten T-Shirts übergestreift und sind beim Frankfurt-Marathon an den Start gegangen, um Spenden zu sammeln - diesmal für die Inklusive Arbeit Wetterau (InkA). Dies ist ein von der »Aktion Mensch« gefördertes Projekt mit dem Ziel, Menschen mit geistiger Behinderung auf dem Arbeitsmarkt zu begleiten und ihnen eine ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechende Teilhabe zu ermöglichen.

Besonders für junge Menschen in der Abschlussphase der Schulzeit, in der Berufsfindung und beim Start ins Berufsleben steigert dies erheblich die Chancen, außerhalb der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) auf dem ersten Arbeitsmarkt Beschäftigung zu finden. »Aktion Mensch« unterstützt InkA mit 70 Prozent der Kosten, der Rest muss von den beiden Gesellschaftern, der Behindertenhilfe Wetteraukreis und der Lebenshilfe, geschultert werden, die für Unterstützung sehr dankbar sind.

13 Staffeln mit je vier Läufern

Mit Spendenläufen beim Frankfurt-Marathon hat man bei der Lebenshilfe Wetterau gute Erfahrungen gemacht. Schon vor einigen Jahren konnten Sportler zum Mitmachen gewonnen werden. Bei fünf Spendenläufen kamen insgesamt 130 000 Euro zusammen, die in die Ausstattung des Stationären Wohnens für schwer-mehrfach behinderte Menschen in Friedberg-Fauerbach flossen, später in den Ausbau der inklusiven Sophie-Scholl-Schule Bad Nauheim.

Im Jahre 2017 belebten die Initiatoren Edwina Noss-Wittig und Jochen Rolle das Projekt wieder und fanden einen großen Unterstützerkreis. So konnten in diesem Jahr Mittel für die Gestaltung eines Bewegungsraumes in der Gederner Wohnstätte der Lebenshilfe eingebracht werden. Im vergangenen Jahr flossen Einkünfte des Spendenlaufs in die Gestaltung der dortigen Dachterrasse, nun also wird InkA unterstützt.

Bei der traditionellen Pasta-Party im Friedberger Lebenshilfe-Haus trafen sich die 13 Staffeln mit je vier Läufern oder Läuferinnen. Viele hatten schon in ihrem Freundeskreis Unterstützer gefunden, die für jeden zu laufenden Kilometer spendeten. Auszubildende zum Koch oder Beikoch aus dem Berufsbildungswerk Karben kamen mit Küchenmeister Harald Füssel und kreierten verschiedene Nudelspezialtäten und ein Salatbüfett.

10 000 Euro zusammengekommen

Firmen und Geldinstitute aus der Wetterau bis nach Frankfurt sowie Freunde und Mitarbeiter der Lebenshilfe selbst stellten Staffeln. Die Beteiligten ließen sich vom Regen nicht abschrecken und schafften ohne Zwischenfall die Gesamtstrecke. Sie hatten beim Lauf viel Zustimmung und freundliche Spender gefunden.

Eine Staffel zeigte besondere Kreativität: Philipp Ratz, ehemaliger Deutscher Marathon-Meister, jetzt Lehrer der Sophie-Scholl-Schule, lief mit 38 angenähten Teddybärchen am T-Shirt - Ergebnis einer schulinternen Spendenaktion. Christian Brand war in ein Einhorn-Kostüm geschlüpft, und die Zuschauerkinder am Streckenrand waren begeistert. Mitglieder zweier Staffeln mussten besondere Kondition beweisen, weil sie während des Marathons an der Laufstrecke sammelten und bald Spendendosen mit Kilogewicht zu schleppen hatten. Die schwerste Einzeldose wog 2,3 Kilo, und alle zusammen kamen auf 10,6 Kilo. Bisher kamen durch die Teilnahme am Lauf in Frankfurt 10 000 Euro zusammen. Ziel ist es, noch in diesem Jahr, die 15 000-Euro-Marke zu erreichen.

Bis zum 28. November läuft die Spendenaktion weiter. Wer sich beteiligen möchte, kann seine Spende mit dem Vermerk »Marathon« auf das Konto der Lebenshilfe bei der Sparkasse Oberhessen, IBAN DE53 5185 0079 0061 0001 86 überweisen.

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