25. April 2019, 20:21 Uhr

Mehr als 1500 Familien unterstützt

25. April 2019, 20:21 Uhr
Gut gelaunt trotz schwieriger Aufgabe: das aktuelle Team des Notmütterrufs. (Foto: pv)

Der Notmütterruf hilft seit 1994 Familien in Krisensituationen und trägt dazu bei, dass der Alltag – insbesondere für die Kinder – möglichst normal weitergeht. Die Mitarbeiterinnen des Mütter- und Familienzentrums (Müfaz) in Bad Nauheim entlasten Eltern im Wetteraukreis und unterstützen deren Genesungsprozess. Über 1500 Familien mit mehr als 3000 Kindern wurden in diesen 25 Jahren betreut. Die Einsätze reichten von der Unterstützung während der Schwangerschaft und nach der Geburt bis zur Entlastung von Familien, bei denen ein Elternteil verstorben war. Seit Anerkennung kann das Müfaz auch unterstützende Dienstleistungen bei der niedrigschwelligen Begleitung von Kindern mit besonderem Betreuungsbedarf mit Pflegeversicherungen abrechnen.

Die Leiterin des Notmütterrufs blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. »Die Notmütter durften 45 Familien zur Seite stehen. Wir möchten dazu beitragen, dass Familien auch schwierige Zeiten meistern können«, sagt Ulrike Strangmann. Manche Familien wurden für ein paar Tage, andere über Monate hinweg unterstützt. In fast 4500 Arbeitsstunden seien 102 Kinder, meist unter sechs Jahren, betreut worden. Familien benötigen aus vielfältigen Gründen Unterstützung. Die Anfragen reichen von der kurzfristigen Unterstützung, etwa wegen einer Grippe, bis zu lang andauernden Einsätzen bei Krebs oder psychischen Erkrankungen. Ob nach schweren Schicksalsschlägen oder bei freudigen Ereignissen wie einer Geburt: Betroffene suchen externe Unterstützung, weil die Situation allein mit familiärer Hilfe nicht zu bewältigen ist.

Auch wenn die Tagesmutter ausfällt, bei Erkrankung des Kindes oder bei beruflichen Terminen springen die zuverlässigen Betreuerinnen des Notmütterrufs ein. Doch noch immer seien viele Familien in einer Notsituation ratlos. Sie wüssten häufig nicht, dass sie Unterstützung bekommen könnten und unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Kostenübernahme hätten, bedauert Strangmann.

Die Mitarbeiterinnen empfinden ihre abwechslungsreiche und herausfordernde Tätigkeit in Familien als sinnvoll und befriedigend. Um gut auf die unterschiedlichen Menschen, Familiensituationen sowie die sozialen und kulturellen Milieus eingehen zu können, legt das Müfaz Wert auf die Begleitung und Fortbildung der Notmütter. Derzeit kann die Einrichtung jedoch nicht immer zur gewünschten Zeit Hilfe vermitteln, bedauert Strangmann. Es würden daher weitere flexible und einfühlsame Mitarbeiterinnen vor allem für nachmittags gesucht.

Der Notmütterruf im Müfaz ist unter Telefon 0 60 32/3 57 84 oder per E-Mail an info@notmuetterruf.de zu erreichen.

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