20. Januar 2019, 18:56 Uhr

Mehr Mitglieder in der Kernstadtwehr

20. Januar 2019, 18:56 Uhr

Häufig werden Feuerwehren zu Verkehrsunfällen gerufen, um die Unfallstelle auszuleuchten oder um eingeklemmte Personen zu befreien. Auch ein umgestürzter Baum muss schon einmal zersägt werden. Immer öfter kommt dabei moderne Akkutechnik zum Einsatz, durch die Zeit und Personal gespart wird. Wie lange zum Beispiel vier Wehrleute benötigen, um eine 2000-Watt-Lichtanlage an einer Unfallstelle aufzubauen, wurde den Besuchern des Neujahrsempfangs der Kernstadtwehr im Gerätehaus zunächst demonstriert. Im Vergleich dazu hatte ein Wehrmitglied alleine in kürzester Zeit die neue mit einem Akku betriebene Beleuchtung vor einem Unfallfahrzeug und einem Baumstamm aufgestellt und angeschaltet. Zum Zersägen des Stammes wurde eine herkömmliche Kettensäge ebenso benutzt wie die kleinere Akkuversion.

Ist das Aufschneiden eines Daches nötig, können die Wehrmitglieder nun zwischen einem herkömmlichen und einem akkubetriebenen Spreizer wählen. »Natürlich kommen weiterhin beide Systeme zum Einsatz«, kommentierte Wehrführer Mathias Henritzi die Vergleichsübung.

Erneut VHS-Kurs geplant

Zu Beginn des Empfangs hatte Wehrführer Henritzi und dessen Stellvertreter Patrick Müller sowie Fördervereinsvorsitzenden Ralf Höhmann die Gäste begrüßt, darunter Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, die Erste Stadträtin Marion Götz sowie Vertreter zahlreicher politischer Gremien und den befreundeten Rettungsorganisationen DRK, DLRG und THW.

Kurz stellten sich Henritzi und Müller den Besuchern vor, um dann gemeinsam mit Höhmann auf das Jahr 2018 zurückzublicken. Die Zahl der Alarmierungen war von 182 im äußerst ruhigen Vorjahr auf 231 gestiegen. Erfreulich ist der Anstieg der ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte von 68 auf aktuell 74, darunter sechs Frauen. Auch in der Jugendfeuerwehr gab es ein Anstieg um vier Mitglieder auf 22 Jungen und vier Mädchen.

Der Verein veranstaltete neben dem Neujahrsempfang sein Schlachtessen sowie den Tag der offenen Tür. Auch am Weihnachtsmarkt sowie bei »Friedberg spielt« nahm die Wehr teil. Erstmals wurde in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule ein Kurs »Brandsicherheit im Haushalt« durchgeführt. Der Kurs werde wieder stattfinden, sagte Höhmann. Die Zahl der Vereinsmitglieder stieg um zehn auf aktuell 235 an.

Der Verein unterstützt Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr mit zahlreichen Anschaffungen, wie zuletzt mit neuen Bistro-Tischen. Viel Lob für die ehrenamtliche Arbeit der Wehr gab es von Stadtverordnetenvorsteher Hollender und der Ersten Stadträtin Götz.

»Eigentlich müsste von jeder Familie jemand Mitglied im Förderverein sein«, sagte Hollender und versprach, eine private Werbekampagne zu starten. »Die Feuerwehr ist für uns ein verlässlicher Partner«, sagte THW-Zugführer Dennis Metzger in einem kurzen Grußwort. Nach der Vorführung luden Henritzi, Becker und Höhmann die Gäste zu einem Imbiss ein – von »Chefkoch« Bernd Appel zubereitete Currywurst.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Akkus
  • Besucher
  • Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
  • Feuerwehren
  • Motorsägen
  • Technisches Hilfswerk
  • Unfallfahrzeuge
  • Unfallorte
  • Verkehrsunfälle
  • Friedberg
  • Harald Schuchardt
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos