30. Mai 2017, 12:35 Uhr

Grand Prix

Martin Walkers waghalsiges Wettrennen

Ist es ein Krimi, ein Kochbuch oder ein Liebesroman? Bei Martin Walker macht es die Mischung. Der neunte Fall für Bruno »Chef de police« ist rasant schnell. Er stellte ihn nun in Bad Vilbel vor.
30. Mai 2017, 12:35 Uhr
Ein Schotte in Frankreich: Martin Walker liebt das »Vivre à la française«, was man seinen Büchern anmerkt. (Fotos: cf)

Jetzt war der Autor zu Gast in der Stadtbibliothek und las vor etwa 60 Zuhörern aus seinem neuen Buch »Grand Prix«. Es ist der neunte Fall für Bruno Courrèges, »Chef de police«, den charmanten Dorfpolizisten von Saint-Denis im Périgord. Bruno ist Gourmet, leidenschaftlicher Koch, Sporttrainer und der begehrteste Junggeselle im Dorf.

Der gebürtige Schotte Martin Walker las seinen Zuhörern, von denen an diesem »Fußballabend« über 90 Prozent Frauen sind, Passagen aus seinem Roman auf Englisch vor. Christoph Pütthoff, Schauspieler vom Schauspiel Frankfurt und HR-Sprecher begleitete die Lesung in deutscher Sprache. Kulturamtsmitarbeiterin Annette Zindel-Strauß begrüßt das Publikum am Abend eines schönen Sommertages, der geradezu einlade, dem Autor durch malerische Landschaften bis in seine südfranzösische Wahlheimat zu folgen. Martin Walker lebt in Washington D.C. und seit 1999 in Le Bugue im Périgord. Er hat in Oxford und Harvard Geschichte, Wirtschaft und Internationale Beziehungen studiert.

Er hat 25 Jahre als politischer Journalist bei der Londoner Tageszeitung »The Guardian« gearbeitet, deren Büroleiter er in Moskau und Washington war. Er schrieb und schreibt für zahlreiche namhafte Tageszeitungen weltweit. Die Fans nicken bei diesen Ausführungen von Zindel-Strauß zustimmen. Sie kennen den Lebenslauf ihre Lieblingsautoren. Dieser ist inspiriert von den Bewohnern und der Geschichte des Périgord zu Schriftsteller geworden. Hier schrieb er 2008 den ersten Kriminalroman seiner »Krimi-Reihe mit Bruno, dem Chef de police.

Wie immer greift der Autor regionale Themen und politische Geschehnisse auf, die er geschickt in die Romanhandlung einfließen lässt. Aufgelockert wird der neunte Fall von Bruno erneut durch die Schilderung kulinarischer Besonderheiten der Region. Diese wie das bekannte »Vivre à la française« spielen in den Krimiromanen von Martin Walker ebenfalls eine große Rolle. Im Mittelpunkt des neuen Kriminalromans stehen kostbare Oldtimer, eine alte Liebe, Erbschleicher, Kulinarik und seine Kochkünste mit denen er Frauen bezirzt.

Er kann auch singen

In »Grand Prix« dreht sich alles um ein legendäres Auto, um den Bugatti Typ 57SC Atlantic, von dem es noch drei Exemplare gibt. Ein Museum in Kalifornien bezahlte über 37 Millionen Dollar für eines, ein anderes befindet sich in Besitz des Modemachers Ralph Lauren. Das dritte Auto kollidierte mit einem Zug, und das vierte ist während des Zweiten Weltkrieges in der Résistance-Hochburg Périgord verschwunden und bis heute unauffindbar geblieben. Hier setzt der neue Krimi an. Auf der Jagd nach dem begehrtesten und wertvollsten Auto aller Zeiten, dem legendäre Bugatti Typ 57SC Atlantic, kommen zwei besessene junge Sammler nach Saint-Denis, wo Bruno eine Oldtimer-Rallye organisiert hat. Es beginnt ein halsbrecherisches Wettrennen um den großen Preis.

In der Pause und nach der Lesung plaudert Martin Walker kenntnisreich mit seinen Fans in kleiner Runde über Weine, er keltert selbst einen »Vin de Noix«, und gutes Essen, seine »Foie gras« bereite er selbst zu, berichtet der Autor. Zum Abschluss seiner Lesung hat er sein begeistertes Publikum mit einem »Je t’aime«- Ständchen überrascht.

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