24. Januar 2017, 11:06 Uhr

Großsspenderin

Manuela Schmid trägt sich ins Goldene Buch ein

Mit viel Geld hat sie sich bereits für gute Zwecke in Bad Nauheim engagiert. Nun hat sich Dr. Manuela Schmid ins Goldene Buch der Stadt eingetragen. Beim Empfang ging es auch zu ein anstehendes Großprojekt
24. Januar 2017, 11:06 Uhr
Manuela Schmid trägt sich im Beisein von Armin Häuser ins Goldene Buch ein. Im vergangenen Jahr hat Schmid der Stadt eine Million Euro zukommen lassen. (Foto: cor)

Seit 1970 lebt Dr. Manuela Schmid in Las Palmas, gemeinsam mit ihrem Ehemann Stephan hat sie vor Jahrzehnten im Süden Gran Canarias einen Hotel-Komplex erbaut. Doch sie engagiert sich nicht nur für ihre »Paradis Hotels« auf der Kanareninsel, sondern hat abseits ihres Hotelunternehmens auch ein anderes großes Anliegen vor Augen: die Unterstützung bedürftiger Menschen. Auch mit Bad Nauheim fühlt sie sich eng verbunden. Dank ihrer großzügigen finanziellen Unterstützung konnten hier bereits die Betreuungseinrichtung »Kinderparadies« ins Leben gerufen und die Sophie-Scholl-Schule gefördert werden. Im vergangenen Jahr spendete Schmid der Stadt eine Million Euro. Mit dem Geld soll nun das »Dreigenerationen-Projekt« realisiert werden. Die Stadt Bad Nauheim würdigte das vielfältige Engagement Schmids am Samstag mit einem Eintrag ins Goldene Buch.

 

Ein Stadtviertel des Miteinanders

 

Viele Gäste nahmen an dem Empfang zu Ehren der Förderin im Sitzungssaal des Rathauses teil, darunter Prof. Thomas Pfeiffer von der Universität Heidelberg sowie Vertreter der städtischen Politik, zu denen auch der frühere Bürgermeister Bernd Rohde gehörte, der Wobau, des Müfaz und Freunde Schmids. Musikalisch wurde die Veranstaltung vom Violinenduo der Musikschule Bad Nauheim begleitet.

Bürgermeister Armin Häuser ging auf das Engagement der Spenderin ein – und somit auch auf die Planungen für das Dreigenerationenprojekt, die bauliche Umgestaltung des Viertels zwischen Friedberger, Blücher-, Kur- und Schwalheimer Straße. Hier soll in den kommenden Jahren »ein Viertel für uns« entstehen, das Räume der Begegnung bieten und das inklusive Miteinander fördern werde. »Ein Pilotprojekt für das Zusammenleben in der Stadt«, sagte der Rathauschef. Das geplante Mehrgenerationenprojekt biete Möglichkeiten, Chancen neu zu entdecken und den Horizont zu erweitern.

Dank Schmid, die von Anfang an »Feuer und Flamme« für dieses Projekt gewesen sei, schreite nun die Realisierung voran. »Sie lassen Ideen zur Realität werden.«

Auch Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Hahn lobte das großzügige Engagement Schmids. »Dass Sie, verehrte Frau Dr. Dr. Schmid sich heute ins Goldene Buch eintragen, ist mehr als nur eine logisch anmutende Konsequenz.« Als Mäzenin und Förderin sozialer Projekte habe Schmid schon höchstrangige Auszeichnungen entgegennehmen dürfen. Sie lebe zeitweilig in der Stadt und pflege hier auch die letzte Ruhestätte ihres verstorbenen Gatten. Bad Nauheim fühle sich in vielfältiger Weise geschätzt. »Sie sind uns eine große Ehre.«

»Ich bin emotional sehr berührt«, sagte die Unternehmerin. Die Unterstützung sozialer Projekte sei ihr auch weiterhin eine Verpflichtung.

Für die Anwesenden gab es dann noch eine Überraschung: Mit einer Live-Schaltung ging es auf das Gelände des Mütter- und Familienzentrums, wo schließlich der Bagger anrollte um den Zaun zu öffnen. Es war der Startschuss für die Einrichtung der Baustelle. »Es hat bereits erste Treffen und Befragungen von Anwohnern gegeben«, erläuterte Müfaz-Geschäftsführerin Ute Latzel. Wichtig sei es, Bewohner zurate zu ziehen, Wünsche zu berücksichtigen. Schon im Sommer soll der Garten bespielbar sein. Geplant seien unter anderem auch ein barrierefreier Eingang und ein Begegnungscafé.

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