31. Oktober 2019, 11:00 Uhr

Auftritt am Samstag

Maddin Schneider in der Wetterau: »Mir gefällt der Menschenschlag hier«

Maddin Schneider macht am Samstag Station in Langenhain-Ziegenberg. Im neuen Programm »Denke macht Koppweh« gewährt Maddin einen freien Blick ins Oberstübchen. Wie es dort aussieht, hat die WZ den in Friedrichsdorf-Burgholzhausen aufgewachsene Künstler gefragt.
31. Oktober 2019, 11:00 Uhr
»Denke macht Koppweh«, sagt Maddin Schneider. Im neuen Programm sucht er Wege aus dem täglichen »Hirnshitstorm«. (Foto: Ralph Lahrmann)

Sie stehen seit fast 30 Jahren mit Ihren Soloprogrammen auf der Comedy-Bühne. Wann wurde Ihnen klar, dass es des Burgholzhausener Burschen Berufung ist, anderen Menschen Lachen zu schenken?

Maddin Schneider: Schon als kleiner Bub liebte ich die Serie »Zwei Herren Dick und Doof« mit den Komikern Stan Laurel und Oliver Hardy. Gerade Stan Laurels Mimik hat mich damals schon sehr geprägt. Und es ist schon früh der Wunsch entstanden, Clown oder Komiker zu werden.

Am 2. November kommen Sie nach vier Jahren Abstinenz zum zweiten Mal ins beschauliche Langenhain-Ziegenberg - auf Ihrer Deutschlandtour eine Station zwischen Mainz, Marburg, Mannheim und Mühlheim. Wie kam es dazu?

Schneider: Persönliche Kontakte und Freundschaften verbinden mich schon lange mit der Region rund um Ober-Mörlen. Mir gefällt der Menschenschlag hier: Bodenständig und humorvoll. Generell spiele ich gerne »in der Provinz«; die Menschen sind noch nicht so kulturell überfüttert wie in den Großstädten.

Darf sich das Wetterauer Publikum nach der begeistert aufgenommenen Babbelyogastunde mit »Meister Maddin« auch im aktuellen Programm »Denke macht Koppweh« auf neue Entspannungstechniken gefasst machen?

Schneider: Vor allem soll sich das Publikum natürlich durch das Lachen entspannen - das oberste Ziel eines Komikers. Aber ich biete auch eine Art praktische Lebenshilfe an, wenn man zum Beispiel öfter einen Shitstorm in seinem Kopf hat; nämlich eine nicht zu bewältigende Gedanken- und Sorgenflut. Hier stelle ich Techniken vor wie die sogenannte Scheißdruff-Programmierung.

Was kann Sie aus der Ruhe bringen?

Schneider: Zum Beispiel wenn ein Düsenjäger zu tief fliegt und mich auf der Leiter beim Mirabellenpflücken erschreckt.

Auch in Film und Fernsehen verfolgt ein Millionenpublikum ihre Comedy-Auftritte. Von der legendären »Schillerstraße« über die »7 Zwerge« bis zur jüngsten Helene- Fischer-Show reicht der Spagat. Was hat Sie besonders berührt?

Schneider: Beim Film oder im TV hat man oft sehr schöne Gemeinschaftserlebnisse. Es sind ja unglaublich viele Menschen - auch hinter den Kulissen - an diesen Projekten beteiligt. Wenn alle dieselbe Vision haben und alle Energien zusammenfließen, entsteht etwas sehr Schönes, Bewegendes…

Fehlt Ihnen auf der großen Showbühne die Nähe zum Publikum wie in einem Dorfgemeinschaftshaus in der Wetterau?

Schneider: Je kleiner das Theater, umso größer ist natürlich die Intimität mit dem Publikum. In großen Hallen oder gar Stadien geht das verloren. Allerdings ist es auch ein Erlebnis, die geballte Energie und das Lachen von Tausenden Menschen zu spüren und sich davontragen zu lassen.

Was lieben Sie am Hessischen besonders?

Schneider: Es hat etwas Weiches und Schnodderiges. Selbst Flüche oder Schimpfwörter klingen im Hessischen noch fast liebevoll: Du Arschlöschelsche..!

Wo finden Sie Ihre Ideen? Wie halten Sie sie fest?

Schneider: Alles, was man im Alltag erlebt, ist irgendwie Inspiration für Geschichten. Die Themen für meine Programme wähle ich nach eigenen Vorlieben aus. Eigentlich befassen sich alle meine Programme mit dem Thema Mensch - wie tickt er, was sucht er? Und warum scheitert er so oft?

Was machen Sie, wenn Sie nicht auf der Tour-Bühne stehen?

Schneider: Mirabellen pflücken (lacht).... oder spazieren gehen.

Könnten Sie sich heute auch einen anderen Beruf für sich vorstellen?

Schneider: Nö!

Auftritt am Samstag

Comedian Maddin Schneider zeigt sein Programm »Denke macht Koppweh« am Samstag, 2. November, um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Langenhain-Ziegenberg. In Maddins Oberstübchen tummeln sich die aberwitzigsten Gedanken. Bis zu 80 000 pro Tag. Was tun, um dem Wahnsinn zu entfliehen? Einlass ist ab 19 Uhr (freie Platzwahl. Veranstalter ist die Freiwillige Feuerwehr. Tickets kosten 25 Euro an der Abendkasse oder 23 Euro im Vorverkauf in Ober-Mörlen bei »Flair Floristik & Geschenke«, Gartenstraße 17-19, und der MTB-Tankstelle Ehmann, Usinger Straße, sowie in Langenhain-Ziegenberg im Autohaus Hüttl, Usinger Straße 154. Tickethotline unter Tel. 0 60 02/93 08 12.

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