29. Oktober 2019, 20:43 Uhr

Letztes Stück Niddaradweg wird erst später asphaltiert

29. Oktober 2019, 20:43 Uhr

Warum der Niddaradweg zwischen Nieder- und Ober-Florstadt immer noch nicht asphaltiert ist, wollten die Grünen wissen und hatten eine entsprechende Anfrage im Stadtparlament gestellt. Bereits im April hatte die Fraktion nach der Fertigstellung gefragt und von Bürgermeister Herbert Unger als Antwort erhalten, dass vor dem Radwegebau noch die Renaturierungsmaßnahmen von der Horloff-Mündung bei Ober-Florstadt bis zur Aue bei Staden/Leidhecken abgeschlossen werden müssten, weil dafür Bereiche des Radwegs als Baustraße benötigt würden. Nachdem immer noch keine Baumaßnahmen am Flusslauf zu erkennen sind, erkundigten sich die Grünen abermals nach dem Stand.

Unger berichtete von einem Behördentermin am Vortag, wonach die Bauarbeiten zur Renaturierung wohl auf 2021 verschoben werden müssten. Die Erteilung der Plangenehmigung und die Sicherstellung der Finanzierung müssten einhergehen mit den Ausschreibungen der Planung und der Bauarbeiten. Der Baubeginn habe sich immer wieder verzögert, weil es rechtliche Probleme mit der Aufbringung der anfallenden Erde gegeben habe. Diese sei geogen (von Natur aus) belastet und führe zu hohe Kadmiumwerte, was aber im Gegenden mit Basaltunterbau wie hier in der Wetterau vollkommen normal sei. Werde sie jedoch ausgegraben, entstehe Sondermüll, der für teures Geld auf einer Deponie entsorgt werden müsse. Sie dürfe nicht auf Felder und Äcker in der Umgebung aufgebracht werden, wie es sonst üblich sei.

Mehr Erde als gedacht

Unger sagt, er sei mit dem Verfahren inzwischen seit sieben Jahren beschäftigt, seither seien viele Belange der Landwirtschaft abgearbeitet und Landkäufe getätigt worden. Es habe gegolten, mehrere Umplanungen der Behörden zu koordinieren, auch weil die Erdmassen höher als erwartet ausgefallen seien. Dann habe die Oberere Naturschutzbehörde eine Sondergenehmigung ausgesprochen, die Abfuhr der Erde habe aber dennoch nicht geklärt werden können. Eine derartige Verteuerung durch die Erdabfuhr wäre das Todesurteil für die Renaturierung gewesen, sagte Unger.

Derzeit sehe es so aus, als würden die Bauarbeiten erst 2022 beendet sein. Danach könne die Asphaltierung des Radweges, der auch ein Teil des »Florstädter Sterns« ist, angegangen werden. Der bislang unverbindliche Eröffnungstermin Mai 2020 könne somit also nicht gehalten werden. Die erforderlichen Mittel würden zeitnah zum Ausbau beantragt, schloss Unger.

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