Drei Tage nach dem Frühlingsmarkt ging es am Mittwochabend auf dem Elvis-Presley-Platz erneut hoch her. Bei schönstem Sommerwetter lockte der erste von vier Feierabendtreffs in diesem Jahr um die 2000 Besucher an. Ein Dutzend Stände sorgten ab dem späten Nachmittag für eine Streetfood-Festival-Atmosphäre, die Marvin-Dorfler-Big-Band spielte furios auf und als besonderes Bonbon war– wie schon bei einem Treff im Vorjahr – die Bäcker-Innung Wetterau mit einem Stand dabei.

Um die 30 Brotsorten hatten Brot-Somelier Bernd Wettläufer von der Bäckerei Schmidt in Rockenberg, Bäckermeisterin Christine Penow (Bäckerei Löber, Echzell) und der Bad Vilbeler Bäckermeister Uwe Rumpf dabei. Den Besuchern wurden Brotkreationen mit Kurkuma und Tomaten oder Pfefferkörnern und Liebstöckel sowie ein Hanfbrot angeboten. »Da brauchen sie nichts mehr rauchen«, lachte Wettläufer, einer von nur 48 Brot-Sommeliers weltweit.

Sänger begeistern Publikum

Derweil testeten sich der Bad Nauheimer Harald Koop und Ehefrau Marion durch das Brotangebot. »Lecker, ich esse zu viel«, meinte die Ehefrau. Doch Brot war nur eine von vielen lukullischen Köstlichkeiten, die schon am frühen Abend die überraschend vielen Besuchern, darunter auch Bürgermeister Dirk Antkowiak, nutzten. Handkäs’ mit Musik, Bayerischer Wurstsalat, Penne mit Lachs, Crêpes, Gemüsepfanne oder Lammbratwurst – für jeden war etwas dabei.

Dazu schmeckten Wetterauer Apfelweine, Ockstädter Seccos und Liköre, Weine oder gezapftes Bier. Lange vor Beginn des Konzerts der Marvin Dorfler Big Band waren alle Plätze besetzt. Zusätzliche Tische und Bänke wurden aufgestellt, trotzdem verfolgten hunderte Besucher das Konzert stehend.

Bandleader Hans Eckhardt kündigte einen bunten Mix durch die Welt des Big-Band-Sounds mit einem besonderen Schwerpunkt an. Im Verlauf des Abends spielten die 18 Musiker zehn Arrangements von Peter Herbolzheimer, wie das von den Beatles stammende »Got to get you into my Life«. In Bestform präsentierten sich nicht nur die 18 Instrumentalisten, sondern auch die Sängerinnen Renate Gantz-Bopp und Bettina Skottke sowie deren männliche Sangeskollegen Eric Borner und Stefan Spielberger.

Dazu gesellte sich im dritten Set die Australierin Tiana Young, die bis September in Oberursel lebt, um Deutsch zu lernen. Neben modernem Swing spielte die Band Soulklassiker wie »Papa was a rolling Stone« ebenso wie Adeles »Skyfalls«, ergreifend gesungen von Bettina Skottke, oder ein Tom-Jones-Medley, bei dem Stefan Spielberger zur Hochform auflief.

Am 30. Mai geht’s weiter

Ein Gospelarrangement mit Renate Gantz-Bopp als stimmgewaltige Solistin sorgte ebenso für Beifallsstürme wie eine musikalische Erinnerung an Roger Cicero. Irgendwann standen drei Mädchen im Alter von sechs und sieben Jahren auf der Bühne, klatschten und tanzten als »Background-Chor« begeistert mit, während die Abiturienten des Musikleistungskurses aus der Burg auf dem Boden vor der Bühne saßen und ihren Lehrer Spielberger feierten.

Mit »That what friends are for« und der John-Miles-Hymne »Music« endete pünktlich um halb Elf das musikalische Programm auf der neuen städtischen Bühne, die eine gelungene Premiere feierte. Heimgehen wollte da noch niemand so recht. Ein Trost: Am 30. Mai gibt’s den nächste Feierabendtreff, dann mit der Friedberger Band Makia und einer feurigen Mischung aus Funk, Soul, Rock, Latin und Raggae. Dann ist wieder Party garantiert.

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