20. Juni 2019, 19:00 Uhr

Lebensfreude in der Alten Feuerwache

20. Juni 2019, 19:00 Uhr
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Von Edelgard Halaczinsky

Rosbach (sky). Hanni Siener-Blöcher ist die gute Seele der Verzauberwelt Baidergasse. Sie dekoriert und schafft immer wieder ein Ambiente, das den Gästen des Abends für ein paar Stunden den Alltag vergessen lässt. Musiker und andere Akteure präsentieren dank ihrer kreativen »Beihilfe« schon seit Jahren ein Programm, das geprägt ist von Atmosphäre und einem Blick aufs Detail. Zu ihrer Geburtstagsparty lud Hanni die »Bakad Kapelye« ein, ein Ensemble, das einen mitreißenden Cocktail aus Stimme, Saxofon, Klarinette, Percussion und dem nicht zu überhörenden Part des Akkordeons begeisterte.

»Schenkt mir nichts zum Geburtstag, sondern kauft euch eine Eintrittskarte für dieses einzigartige Konzert«, hatte sie ihren Freunden und Bekannten im Vorfeld signalisiert. Geburtstagskind und Gäste kamen voll auf ihre Kosten. Schon zum zweiten Mal verbreiteten Björn Rückert (Akkordeon und Gesang), Alexander Hock (Schlagzeug), Bertram Ohne (Bass) und Peter Incze (Klarinette und Saxofon) in dem historischen Gemäuer der Alten Feuerwache an der Homburger Straße die Lebensfreude der Musik mit ihrer Vielfalt internationaler Herkunft. Auch eigene Kompositionen wurden präsentiert und animierten das Publikum immer wieder, Beifall zu spenden.

Bekannte Themen aus vergangen Zeiten, wie zum Beispiel ein Pferdekauf, der nicht erwartungsgemäß beendet wurde, oder das Lied vom großspurigen Sascha, der die großen Worte liebte, wurden humorvoll in Szene gesetzt. Die Zuhörer genossen die Kunst der Musikanten, aus einer einfachen Landszene ein musikalisches Erlebnis werden zu lassen.

Der eindrucksvolle Wechsel zwischen Dur und Moll oder beim Tempo, den alle vier Musiker perfekt beherrschten, brachten Lebendigkeit und Farbe in die Alte Feuerwache. Bemerkenswert war das Akkordeonspiel von Bandleader und Multitalent Björn Rückert, der die Töne sozusagen aus der Hüfte heraus in das Publikum übertrug.

Vielseitig und dynamisch

Ob französisches Chanson, ungarische Lieder, oder in jiddisch, türkisch oder in skandinavischer Sprache - hier war große Vielseitigkeit angesagt, die vom Ensemble bestens bedient wurde.

Ein kurzer Blick genügte, und schon wusste jeder, was zu tun war. Die außerordentliche Dynamik, die von Akkordeon, Klarinette und Saxofon ausging, wurde perfekt unterstrichen durch Schlagzeug und Bass. »Man muss gut aufeinander eingespielt sein«, meinte Rückert. Es war unschwer zu erkennen, dass die vier Musiker hiermit kein Problem hatten - schließlich spielt man ja schon seit rund zwölf Jahren miteinander. Eine Zuhörerin fasste zusammen:» »Es war ein wunderbarer Abend voller Gefühl.« Sie nahm aufmerksam die Abschiedsworte des Ensembles zur Kenntnis:



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