11. November 2019, 20:22 Uhr

Landfrauen wollen Klima schützen

11. November 2019, 20:22 Uhr
Landesgeschäftsführern Almut Wittig ist noch bis 1. Februar 2020 im Dienst.

Delegierte und Gäste aus Bezirks- und Ortslandfrauenvereinen aus ganz Hessen haben sich vor wenigen Tagen in Florstadt zur Vertreterinnenversammlung getroffen. Dabei erhielten die Landfrauen einige Anregungen für ihre Vereinsarbeit.

Unumstrittener Höhepunkt zukünftiger Verbandsarbeit seien der Klimaschutz und die Nachhaltigkeit, hieß es bei der Versammlung. »Auf dem Landfrauentag in Bad Hersfeld hat uns Ministerin Priska Hinz einen Projektbescheid für klimabewusste Ernährungsbildung übergeben«, sagte Präsidentin Hildegard Schuster.

Was das konkret für die Arbeit der Landfrauen bedeutet, erklärten Projektmanagerin Felizitas Schulz und Projektassistentin Birgit Hemm. Bis Ende 2020 stehen 370 000 Euro zur Verfügung, etwa für Kochkurse für Kinder, eine Ernährungswerkstatt und einen Ernährungsführerschein. Schuster machte deutlich, dass es auf alle Landfrauen ankomme, diese Chance zu nutzen. Das eigene Handeln habe im Sinne von Nachhaltigkeit Auswirkungen für die Menschen vor Ort. »Landfrauen sind seit Jahren Klimaaktivisten«, sagte Schuster. Sie setzten Nachhaltigkeit ganz praktisch im Alltag um.

Laut Schuster liegen den Landfrauen aktuell zwei Punkte besonders am Herzen. So würden landwirtschaftliche Betriebe mit neuen gesetzlichen Auflagen belastet; sie bangten um ihre Existenz. Der deutsche Landfrauenverband appelliere an die Politik, ein langfristiges Grundverständnis von Landwirtschaft und Gesellschaft festzuschreiben. Weiterhin sei es wichtig, dass die Landfrauen im deutschen Hauswirtschaftsrat vertreten sind.

Dauerthema im Landesvorstand ist das Gewinnen neuer Mitglieder. »Viele ältere Vereine haben zu spät mit der Mitgliederwerbung begonnen«, sagte Landesgeschäftsführerin Almut Wittig. Nach der Fusion des Landfrauenverbands Kurhessen mit Hessen-Nassau 1973 hätten sich die Mitgliederzahlen bis 1998 fast verdoppelt. Danach sei es schwieriger geworden. Wittig: »Die Frauen sind mobiler geworden und selbstständiger.«

Die 62-Jährige hat 1994 als Bildungsreferentin in der Landesgeschäftsstelle in Friedrichsdorf begonnen und arbeitet seit 1996 als Geschäftsführerin. Am 1. Februar 2020 ist Schluss. Deshalb wurde der Erziehungswissenschaftlerin und Grundschullehrerin eine Abschiedszeremonie mit einer Sitzbank für den Ruhestand und Liedern der Gitarrengruppe Lauterbach bereitet.

Mit der Ehrenurkunde und der silbernen Biene, der höchsten Anerkennung der hessischen Landfrauen, wurden Marita Billau und Margot Trautmann ausgezeichnet. Billau trat 1986 in den Ortsverein Lampertheim ein. Sechs Jahre später wurde sie dessen Vorsitzende; 2005 die Vorsitzende des Bezirksvereins Heppenheim. Zudem ist sie im Gebietsagrarausschuss des Kreises Bergstraße vertreten. Trautmann trat 1973 in den Landfrauenverein Ober-Kinzig ein. Sie war zwölf Jahre Vorsitzende. 25 Jahre leistete sie Vorstandsarbeit im Bezirksverein Michelstadt.

Fabienne Sinick wies auf Anliegen junger Landfrauen in Hessen hin. »Wir wünschen uns ein modernes familiengerechtes Angebot, mehr mediale Präsenz und eine bessere Kommunikation untereinander.« Fortbildungen und Angebote sollten geschaffen werden.

Beim Wettbewerb zur Mitgliedergewinnung belegte den ersten Platz der Ortsverein (OV) Seelbach im Bezirk Weilburg, den zweiten Platz der OV Großenenglis im Bezirk Fritzlar/Homberg und den dritten Platz der OV Landenhausen. Neun Ortsvereine hatten sich beworben, darunter der OV Dauernheim im Bezirk Nidda. Den Landfrauen-Vereinsführerschein und den Kompetenznachweis des Landes Hessen zur erworbenen Qualifikation im Ehrenamt erhielten Sabine Ewald, Petra Künstler, Hella Edelbauer, Claudia Rohde und Birgit Lempp. (Fotos: geo)

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