13. August 2018, 20:22 Uhr

Kulturen feiern gemeinsam

13. August 2018, 20:22 Uhr
Flamenco und Folklore sorgen für internationales Flair.

Flamenco, Folklore, dazu türkische Saz-Musik mit Tanz und Gesang – das 37. Internationale Fest präsentierte sich am Sonntag mit einem abwechslungsreichen bunten Programm. Zahlreiche Vereine und Tanzgruppen bereicherten das kulturelle Fest, das ein großes Publikum in den Sprudelhof lockte. Das internationale Flair war überall spürbar.Veranstaltet wurde das bunte Kulturenfest vom Internationalen Club in Kooperation mit der Stadt Bad Nauheim. Die Idee dahinter: Brücken bauen, ins Gespräch kommen und Vorurteile abbauen.

Die Integration sei jahrelang verschlafen worden, wie der frühere langjährige Vorsitzende des Internationalen Clubs, Ali Bulut, in seiner Begrüßung erklärte. »Mitbestimmungsrecht, Wahlrecht für Nicht-EU-Bürger sind immer noch ein Tabu, obwohl man seit mehr als 50 Jahren in Deutschland lebt und seinen Pflichten nachkommt«, so Bulut. »Erst seit gut zehn bis 15 Jahren bemüht man sich mit verschiedenen Maßnahmen, die Migranten in die Gesellschaft zu integrieren.« Vieles sei noch nicht erreicht, ein langer und schwieriger Weg liege noch vor allen. »Aber wir können es ein Stück weit gemeinsam schaffen, dass Menschen hier in Bad Nauheim friedlich miteinander, füreinander leben können.«

»Menschen aller Nationen sind in Bad Nauheim und im Internationalen Club willkommen«, so der neue Erste Vorsitzende des IC, Dr. Bernt Kampmann. »Wir sind neugierig auf ihre Kulturen und Lebensgewohnheiten. Darum feiern wir jährlich dieses Fest.« Dass sich dieses seit 1981, aus einem ursprünglichen deutsch-türkischen Straßenfest, zu einer der größten und bedeutendsten Veranstaltungen für Familien entwickelt hat, zeigte das große Interesse der Besucher.

Von Russland bis Lateinamerika

Schon früh am Mittag füllte sich das Gelände. Ein wenig Geduld war da immer mal wieder an den Ständen mit köstlichen, landestypischen Spezialitäten gefragt. Süße Speisen, Fleisch oder Reisgerichte gingen weg wie »warme Semmeln«. Mitreißend waren etwa das Bühnenprogramm mit dem Samba-Orchester »Vamos Là«, der Alternative Tanzclub, Tänze aus Syrien, Eritrea, Russland, den Philippen oder Lateinamerika, oder auch türkische Saz-Musik, griechische Folklore, irische und indonesische Musik. Weitere Höhepunkte waren ein Flamenco, dargeboten von Melanie Delgado und musikalisch begleitet von David Bravo. Zur großen Freude des Publikums war nach langer Zeit wieder als Trio auf der Bühne, Enzo, Nico und Pepe, die musikalisch mit italienischen Klassikern begeisterten.

»Bad Nauheim ist eine Stadt, die seit vielen Jahrzehnten ihre internationalen Kontakte pflegt, heute noch davon lebt und zu Recht darauf stolz ist«, so Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Hahn. Menschen unterschiedlichster Kulturen hätten in Bad Nauheim ein Zuhause gefunden – viele in dritter oder vierter Generation. Sie lebten und arbeiteten hier, pflegten ihre Kulturen und böten sie öffentlich dar. Hahn: »Sie beweisen, dass es möglich ist, in fröhlicher Atmosphäre eine kulturelle Vielfalt gemeinsam zu feiern und zu genießen.«

»Veranstaltungen wie diese sind in der jetzigen Lage von besonderen Wert«, wie Stadtrat Hans-Peter Thyssen ergänzte. Es sei wichtig, dass Menschen sich, unter anderem auch auf diese Art, begegnen. Längst sei das Internationale Fest fester Bestandteil des städtischen Veranstaltungskalenders. »Es zeigt uns, ein friedvolles Zusammenleben ist möglich, wenn man es will.«

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