06. Juli 2018, 20:32 Uhr

Komödiantisches aus London

06. Juli 2018, 20:32 Uhr
Christian Büchele und Lydia Gaukel in Oscar Wildes Gesellschaftskomödie »Lady Windermeres Fächer«. (Foto: pv)

An drei Abenden zeigte die Theater-AG der Sankt-Lioba-Schule kürzlich das Stück »Lady Windermeres Fächer«, das im ausgehenden viktorianischen Zeitalter spielt. Die Aufführungen wurden von den zahlreichen Zuschauern mit viel Beifall bedacht.

Nicht nur der versehentlich im falschen Haus liegen gebliebene Fächer der Hauptfigur sorgt für Missverständnisse und Verwechslungen in dieser erfolgreichen Gesellschaftskomödie des britischen Dramatikers und Sprachkünstlers Oscar Wilde. Die Ankunft einer attraktiven Unbekannten mit ungewisser Vergangenheit löst zudem eine Vielzahl von Gerüchten und Verdächtigungen in der Londoner Gesellschaft aus, wo zu dieser Zeit noch Tanzkarten dafür sorgten, dass man auf einem Ball nicht an den Falschen geriet.

Die Schülerinnen und Schüler der Theater-AG des katholischen Gymnasiums spielten die Doppelmoral von Wildes Komödie mit sichtbarer Hingabe und Begeisterung. Eine offensichtliche schauspielerische Begabung offenbarte dabei die Abiturientin Lydia Gaukel als Lady Windermere. Ihr Zweifel säendes Gegenüber Lord Darlington wurde in beeindruckender Weise von Christian Büchele gespielt. Er wird den Zuschauern mit dem Satz »Ich kann allem widerstehen, nur nicht einer Versuchung« in lebendiger Erinnerung bleiben.

Hinter Mrs. Erlynne, der Dame mit zweifelhafter Vergangenheit, verbarg sich Johanna Ehlers, ebenfalls eine Abiturientin, der Fanny Böhm passend zum divenhaften Auftritt eine höchst aufwendige Frisur auf den Kopf gezaubert hatte, die schon allein für ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und Konfusion sorgte.

Achtzehn Sprechrollen

Insgesamt achtzehn Sprechrollen waren für das Stück von den beiden Regisseuren Sabine Hübner und Thomas Gölzhäuser zu besetzen. Das eingespielte Lehrerteam wurde dieses Mal mit Meike Giger und Milena Meisinger von zwei Referendarinnen engagiert unterstützt. Auch die Gruppe der Veranstaltungstechnik um Rudolf Lasnitschka bewährte sich ein weiteres Mal durch hoch konzentriertes Arbeiten und technische Präzision.

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