20. Juni 2018, 19:58 Uhr

Kneipp, Kultur und Geschichte

20. Juni 2018, 19:58 Uhr
Während einer viertägigen Reise durch Thüringen sammelt der Kneipp-Verein Ideen für Angebote in Bad Nauheim, Friedberg und Bad Salzhausen. (Foto: pv)

Der Kneipp-Verein Bad Nauheim/Friedberg/Bad Salzhausen erkundete kürzlich während einer viertägigen Reise Heilbäder in Thüringen. Dabei stoppten die Kneippianer in Bad Tabarz und Bad Langensalza.

Vorsitzender Lutz Ehnert hatte die Tour organisiert und leitete sie. Erster Stopp war der Point Alpha in der Rhön. Bei einer Führung durch die Grenzanlagen der ehemaligen innerdeutschen Grenze konnte die Gruppe die bedrohliche Situation zwischen NATO und Warschauer Pakt nachempfinden. Nach der Mittagspause in Eisenach und einer Führung durch die Wartburg auf den Spuren von Martin Luther und der heiligen Elisabeth von Thüringen war Bad Tabarz das Ziel.

Hier wurde die Wetterauer Gruppe bereits von Dr. Sigurd Scholze, dem Vorsitzenden des Kneipp Bund Landesverbandes Thüringen, und »Vater« des seit 2017 bestehenden Kneipp-Heilbades begrüßt.

Seit einem Jahr »Bad«

Bürgermeister David Ortmann stellte den Kurpark von Bad Tabarz vor. Das Heilbad hat 4 000 Einwohner und zählt jährlich rund 200 000 Übernachtungen. Das seit einem Jahr mit der Bezeichnung »Bad« geadelte Kneipp-Heilbad besitzt mit dem 1997 erbauten »tabbs medical wellness & kneipp resort« ein attraktives Wellness-, Therapie- und Rehazentrum. Die Kneipp-Kuranlagen »Inselsbergquelle« und »Arenarisquelle« mit Armbad und Wassertretbecken, Barfußpfad und sehr gepflegtem Kräutertopf sind mit dem tabbs und dem Kneipp-Zentrum beim Rathaus durch die sechs Kilometer lange Kneipp-Kurmeile verbunden. Die Inselsberg-Klinik und die MediClin-Klinik am Rennsteig sind als Reha-Kliniken tragende Säulen des Kurbetriebs.

Auch der Jugendstil ist in der seit 1870 entstandenen typischen Tabarzer Bäderarchitektur vertreten. Nun soll die durch die moderne Waldbahn mit Gotha verbundene Gemeinde durch ein Café im Kurpark, Straßen- und Gehwegsanierungen und einen »Wohnpark« für Gäste und Bürger noch attraktiver werden. Ein Kontrastprogramm boten die Führungen durch Weimar und die KZ-Gedenkstätte Buchenwald.

Beim Besuch von Bad Tabarz gehört ein Abstecher zum 916 Meter hohen Inselsberg dazu. Eine kurze Wanderung auf dem Rennsteig vom Inselsberg zum Aussichtspunkt Wartburgblick verhalf der Gruppe zur Bewegung im Naturpark Thüringer Wald. Ein Abendessen Kneippscher Art mit vielen frischen Kräutern rundete den Reisetag ab.

In Bad Langensalza besichtigte die Gruppe den 250 Jahre alten Gewölbekeller aus Travertinstein unter dem Rathaus und dem Neumarkt. Die Partnerstadt Bad Nauheims wirbt mit ihren etwa 17 500 Einwohnern als Kur- und Rosenstadt. Bernhard Schönau, seit 24 Jahren Bürgermeister, ist Präsident des Heilbäderverbandes Thüringen und Schatzmeister des Deutschen Heilbäderverbandes. Er berichtete von den Anfängen, als Bad Langensalza keine Kurgäste mehr hatte und in einem Ranking von 23 ehemaligen Kurorten Thüringens an 22. Stelle aufgelistet wurde.

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