25. Oktober 2019, 19:17 Uhr

Klimaschutzkonzept wird erstellt

25. Oktober 2019, 19:17 Uhr
Geschäftsführer Friedhelm Stappenbeck (l.) und Landrat Jan Weckler unterzeichnen die Vereinbarung zwischen Wetteraukreis und dem Ingenieurbüro. Hinten (v. l.) Energieberater Stefan Rajcsanyi, Stefanie Voß und Jens Dölling vom Fachdienst. (Foto: prw)

Was kann der Wetter-aukreis für den Klimaschutz tun? Mit dieser Fragestellung gab der Kreistag im April 2018 der Verwaltung den Auftrag, ein Konzept zu erarbeiten. In Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Immobilienmanagement wird das Ingenieurbüro Stappenbeck aus Bammental bei Heidelberg das Klimaschutzkonzept erstellen. Die Vereinbarung wurde kürzlich von Landrat Jan Weckler und Geschäftsführer Friedhelm Stappenbeck unterzeichnet. Bereits 2009 hatte der Kreistag 15 Klimaschutzziele beschlossen, die im Rahmen des neuen Konzepts angepasst werde sollen.

Gemäß dem Beschluss des Kreistags soll das Klimaschutzkonzept geeignete Maßnahmen aufzeigen, um mindestens 55 Prozent der CO2-Emissionen in kreiseigenen Liegenschaften gegenüber dem Jahr 1990 zu reduzieren. In den Maßnahmenkatalog sollen regenerative Energie, energetische Sanierung, Heizungsmodernisierung, sowie der effiziente Einsatz von Beleuchtungstechnik und Elektrofahrzeugen aufgenommen werden.

Das Klimaschutzkonzept nimmt 26 Gebäude besonders unter die Lupe. Neben einer Analyse dieser Liegenschaften soll auch einfließen, was bereits gemacht wurde und welche Sanierungen empfohlen werden. Hinzukommen Vorschläge zu Beleuchtung und Heizung. »Weil bei Wärme grundsätzlich ein großes Einsparpotenzial von CO2 vorhanden ist, liegt hier natürlich auch ein Schwerpunkt«, erläutert Landrat Weckler. »Unsere Aufgabe ist es, dort, wo wir konkret Einfluss haben, Energie einzusparen.«

Die Erstellung des Klimaschutzkonzepts wird vom Projektträger Jülich (PTJ) gefördert. PTJ fördert im Auftrag einzelner Bundesministerien Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld. Der Förderbescheid erging im März, anschließend schrieb der Fachdienst Immobilienmanagement die Leistungen aus, den Zuschlag erhielt nun das Ingenieurbüro Stappenbeck.

Innerhalb von zwölf Monaten muss das Konzept erstellt sein, so sieht es der Förderzeitraum vor. Zunächst werden die einzelnen 26 Liegenschaften begangen, dann erarbeitet das Ingenieurbüro einen Konzeptentwurf mit einem Maßnahmenkatalog, der in den politischen Gremien vorgestellt werden wird. »Mit der Nutzung von Fördermitteln des Bundes und der Vergabe an ein externes Fachbüro stellt sich der Wetteraukreis bei der Erstellung des Klimaschutzkonzepts professionell auf. Die darin definierten Maßnahmen werden helfen, das gesetzte Ziel der CO2-Einsparung bis 2030 zu erreichen«, sagt Weckler abschließend.

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