16. August 2018, 20:01 Uhr

»Keinerlei Berührungsängste«

Nun wird in Friedberg und Bad Nauheim wieder der King of Rock’n’Roll gefeiert. Günter Kiefer ist neuer Vorsitzender des Elvis-Presley-Vereins Bad Nauheim/Friedberg, der gemeinsam mit der Stadt das Elvis Weekend in Friedberg stemmt. Kiefer spricht über den Hype um den King, sagt, warum er seinen Verein für den authentischsten hält, und geht auf die Frage ein, warum Bad Nauheim und Friedberg nicht gemeinsam feiern.
16. August 2018, 20:01 Uhr
Der Sound von Elvis – Günter Kiefer hat ihn erst nach dem Tod des King of Rock’n’Roll so richtig kennengelernt. Mittlerweile steht Kiefer an der Spitze des Elvis-Presley-Vereins Bad Nauheim/Friedberg, der noch bis Sonntag gemeinsam mit der Stadt in Friedberg das Elvis Weekend auf die Beine stellt. (Foto: lod)

Herr Kiefer, warum gibt es eigentlich zwei getrennte Elvis-Feste in Friedberg und Bad Nauheim? Wäre ein großes gemeinsames Festival in beiden Städten nicht sinnvoller?

Günter Kiefer: Das ist eine Frage, die sie an die Verantwortlichen in den Verwaltungen der beiden Städte stellen müssen. Wir sind da generell offen und haben keinerlei Berührungsängste.

Sie bezeichnen sich auf Ihrer Internetseite als europaweit authentischsten Elvis-Verein. Womit begründen sie diese Behauptung?

Kiefer: Die Begründung ist relativ einfach. Zum einen hat Elvis in Friedberg seinen Militärdienst geleistet und in dieser Zeit in Bad Nauheim gewohnt. Das spiegelt sich schon mal im Zusatz Bad Nauheim/Friedberg in unserem Vereinsnamen wieder. Zum anderen sind etliche Zeitzeugen, die Elvis in der Wetterau erlebt haben, bei uns Mitglied, beispielsweise Claus-Kurt Ilge, der die meisten Elvis-Autogramme weltweit besitzt, Angelika Springauf und der Elvis-Postbote Franz Kössler.

Sie sind 56 Jahre alt – wie und warum wurden sie persönlich und sind Sie bis heute Elvis-Fan?

Kiefer: Als Elvis starb, war ich 15. Ich hatte bis dahin gar keinen Bezug zu ihm. Nach der Todesnachricht habe ich erstmals bewusst Songs des King gehört. Ich war sofort von seiner musikalischen Vielfalt und seiner tollen Stimme begeistert. Diese Begeisterung ist bei mir bis heute ungebrochen.

Es gibt viele Menschen, die halten den Hype um den King für völlig überzogen. Können Sie das verstehen und wie halten Sie dagegen?

Kiefer: Musik ist ja etwas Offenes. Jeder mag eine Musikrichtung oder er mag sie nicht. Elvis hat mit seiner unverwechselbaren Stimme, die über fast drei Oktaven geht, viele Musikstile beeinflusst. Und sein attraktives Erscheinungsbild, vor allem in jungen Jahren, spielt bei Frauen sicher auch eine Rolle. Sein früher Tod trug dann sein Übriges zu dem Hype bei, ähnlich wie bei anderen früh verstorbenen Stars wie Michael Jackson, Marilyn Monroe oder James Dean.

Zurück zum Elvis Weekend: Was planen Sie und Ihr Verein für die Zukunft? Soll das Konzept des Elvis Weekends mit Schwerpunkt im Wetterau-Museum beibehalten werden?

Kiefer: Von uns aus spricht nichts dagegen, das bewährte Konzept mit Bustouren, Ausstellungen und Livemusik im Hof des Wetterau-Museums weiter zu führen. Es wird von den Fans angenommen. Die Bustouren »G.I. Blues« zu den Original-drehorten des gleichnamigen Films mit Claus-Kurt Ilge und in die ehemalige Kaserne samt einer Begleitung mit historischen Militärfahrzeugen sind alljährlich ausgebucht.

Sie beteiligen sich aktiv an verschiedenen Veranstaltungen in Friedberg, wie beim Wetterauer Narrenexpress, oder »Friedberg spielt«, obwohl die meisten Ihrer Mitglieder gar nicht in Friedberg und der Wetterau leben – warum?

Kiefer: Wir sehen das natürlich auch als ein Stück Eigenwerbung. Andererseits fühlen wir uns mit Friedberg schon verbunden. So spenden wir jetzt zum zweiten Mal den Erlös aus unserem Glücksrad bei »Friedberg spielt« an die Hospizhilfe Wetterau. Deren Arbeit liegt mir persönlich besonders am Herzen.

Wir danken für das Gespräch und wünschen ein schönes Elvis Weekend.

Kiefer: Danke, das werden wir haben. Wir hoffen nun auf schönes Wetter und viele Besucher.

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