25. März 2017, 18:40 Uhr

SG Rodheim

Kein Nachfolger für Hans-Jürgen Gornik

»Die Leute scheinen nicht glauben zu wollen, dass ich wirklich aufhöre«, sagte Hans-Jürgen Gornik danach. Bei der SG Rodheim findet sich niemand, der den Vorsitz übernehmen will.
25. März 2017, 18:40 Uhr
Hans-Jürgen Gornik und Helga Lingenau haben von Ortsvorsteher Rainer Schaub (r.) die Auszeichnung erhalten.

Der Raum war voll besetzt, standen doch Vorstandswahlen an. Vor allem der Posten Gorniks, den dieser zwölf Jahre lang innegehabt hatte, sollte neu besetzt werden. Wie zu erwarten, stellte sich unter den d 100 anwesenden Mitgliedern aber niemand bereit, sich an die Vereinsspitze wählen zu lassen. Jetzt wird man am 30. Juni erneut zu Wahlen zusammenkommen. Dem Verein treu bleiben will Gornik weiterhin, aber »nicht mehr mit dem Hut auf dem Kopf«.

Bei allen anderen Posten – bis auf den eines der vier Beisitzer – gab es keine Veränderungen. Dr. Horst Schmidt bleibt Vize, Dr. Uwe Geppert Schriftführer, Monika Turek Schatzmeisterin und Helga Lingenau ihre Stellvertreterin. Als Beisitzer gehen Sebastian Brams, Wolfgang Lingenau und Silvia Schröter in eine weitere Amtszeit von zwei Jahren. Für Heinz Prior tritt Thomas Höhler neu an. Die einstimmigen Wahlergebnisse zeugten einerseits von dem großen Vertrauen, welches die Mitglieder ihrem Vorstand entgegenbringen, ließen aber andererseits auch bedenklich auf den Menschen namens »Jemand Anders« blicken, dessen Ableben Gorniks Amtsvorgänger, Ortsvorsteher Rainer Schaub, dramatisch schilderte. »Künftig werden wir auf ihn verzichten müssen«, verkündete er. Denn überall, wo Engagement für den Verein von Nöten sei, könne »Jemand Anders« jetzt nicht mehr einspringen.

Nach einem zügig vorgetragenen Bericht von Schatzmeisterin und Kassenrevisoren erfolgte die Entlastung des Vorstandes und die Genehmigung des Haushaltsplans für 2017 mit einem Volumen von 360 500 Euro. Unter dem Punkt »Ehrungen« waren zwei Ereignisse besonders hervorzuheben: Hans-Jürgen Gornik und Helga Lingenau wurden aufgrund ihres jahrelangen, großen Engagements zu Ehrenmitgliedern erklärt. Die Ehrentafel für besondere Verdienste ging an Horst Lorenz, der sich schon 49 Jahre lang in verschiedenen Funktionen aktiv für das Wohl der SG einsetzt.

Wie Magistratsmitglied Herbert See zu Beginn betont hatte, sei die Stadt stolz auf die SG Rodheim, fülle sie das neu gebaute Sportzentrum doch erfolgreich mit Leben. Beisitzer Wolfgang Lingenau, in dessen Händen viele Planungen und Bauaufsichten bis heute gut aufgehoben sind, bestätigte, dass das Sportzentrum in der Bevölkerung »gut angenommen« werde.

Hinsichtlich der Mitgliederzahlen sah er die SG mit ihren fast 1650 Mitgliedern gut aufgestellt. Vor zwölf Jahren waren es noch 1200 gewesen. Aufgaben für die nahe Zukunft seien das Thema Datenschutz, eine Weiterentwicklung der Homepage sowie ein wachsendes Angebot an Kursen und Aktivitäten. Aktuell sei man dabei, den Bolzplatz fertigzustellen sowie den Beachvolleyball-Platz an einen neuen Platz auf dem Gelände des Sportzentrums zu verlegen. Das könne dank der Hilfe vieler Ehrenamtlicher kostensparend erledigt werden. Die SG hat 55 000 Euro als Eigenanteil bereitgestellt. »Wir wollen auch in der Zukunft etwas bewegen und Vorbild für ein gesellschaftliches Zusammenleben in unserer Stadt und Region sein«, sagte Gornik. Mit über 7200 Trainingsstunden habe die SG im vergangenen Jahr einen neuen Spitzenwert erreicht.

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