20. September 2019, 20:26 Uhr

Jugendstil sichtbar machen

20. September 2019, 20:26 Uhr
Anne-Lise Alleaume aus Brüssel gibt einen Ausblick auf die künftigen Projekte des Jugendstil-Netzwerks. (Foto: Hölzinger)

Barcelona, Glasgow, Brüssel, Darmstadt - und mittlerweile auch Havanna. Bad Nauheim ist seit 15 Jahren Teil des eines Netzwerks, dem mittlerweile 20 vom Jugendstil geprägte Städte angehören. Die Mitgliedschaft der kubanischen Hauptstadt bedeutet den Sprung über den Ozean. Die Initiative zur Zusammenarbeit war vom Netzwerk RANN (Reséau Art Nouveau Network) in Brüssel ausgegangen. Dieses wurde nun vom Jugendstilverein und der Stadt Bad Nauheim für seine 20-jährige Arbeit mit einer Matinee gefeiert.

Als Gast aus Brüssel sprach Anne-Lise Alleaume, Koordinatorin im RANN, von künftigen Projekten und Maßnahmen. Eingebettet in das jährliche Jugendstil-Festival fand die Feierstunde im Wilhelm-Jost-Saal im Sprudelhof statt. Bürgermeister Klaus Kreß nannte in seiner Begrüßung als Identifikationspunkte von Bad Nauheim die Kuranlagen, Bad Nauheim als Familienstadt, den Wissenschaftsstandort und den Jugendstil, der der Kommune zur Bedeutung von internationalem Rang verholfen habe.

Ursprüngliche und jetzige Vertreter Bad Nauheims im RANN ließen in einer Präsentation die 20 Jubiläumsjahre Revue passieren. Metta Tiemon, die damalige Vorsitzende des Jugendstilvereins, berichtete vom Beginn der Mitgliedschaft 2004 und den folgenden Jahren. Damals war die Kurstadt in die Europäische Jugendstilstraße aufgenommen worden, in die »Art Nouveau European Route«. Der Katalog dazu kann in der kleinen Jugendstilbibliothek (Nebeneingang Badehaus 3) durchgeblättert werden. Tiemon erzählte auch vom Dinner in der alten Wäscherei 2008, das anlässlich einer Plenartagung von den Mitgliedern des Jugendstilvereins für die internationalen RANN-Gäste ausgerichtet worden war. Noch heute werde vom Abend geschwärmt.

Viele Elemente sind erhalten

Gisela Christiansen sprach über die Ausstellung »The Nature of Art Nouveau« 2014 in Bad Nauheim. Zum Abschluss der Matinee habe ein kleiner Film die Jugendstil-Bewegung in den sozial-politischen Kontext ihrer Zeit gestellt - ein Beleg dafür, dass es ehemals nicht nur um schöne Dinge gegangen sei. Sequenzen aus Bad Nauheim waren darin aufgenommen worden.

Heute nehmen Andreas Hilge als Vorsitzender des Vereins und Friedrich-Karl Feyerabend die Einladung zu RANN-Tagungen für die Stadt Bad Nauheim wahr. Auf die Liste einzelner Jugendstilbauten des Art-Nouveau-Architecture-Atlas sind auch Bad Nauheimer Adressen gelangt - zum Beispiel das Haus Nr.13 in der Alicestraße und Nr. 34/36 in der Stresemannstraße. Die Expertisen dazu seien im Amt für Hessische Denkmalpflege hinterlegt und im Internet abrufbar. Und es gebe noch mehr Jugendstil-Elemente in der Stadt zu sehen: die Treppenhäuser im nördlichen Verwaltungsgebäude und hinab in den Kurbrunnen, Treppenaufgänge in der Kurstraße und in der Reinhardtstraße (samt Aufzug aus der Jugendstil-Epoche). Die Zeugnisse des damaligen bürgerlichen Lebens sichtbar zu machen, sei ebenfalls Anliegen von RANN.

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