19. April 2018, 18:31 Uhr

Jede Minute zählt

19. April 2018, 18:31 Uhr
Malte Rudeloff und Fabienne Rupp sind dabei, das Gegengift für das infizierte Labor herzustellen. (Foto: cor)

Ein Virus im Labor, dazu viele versteckte Hinweise, die helfen sollen, schnellstmöglich ein Gegenmittel zu finden. Im ersten Escape Room in Bad Nauheim zählt jede Minute. Konzipiert haben ihn eine Gruppe von kreativen jungen Menschen im Kinder- und Jugendhaus »Alte Feuerwache«. Ab sofort können sich Wagemutige in das neue Abenteuer stürzen.

»Infiziert! Das Labor des Prof. Dr. Platin«- so der Name des ersten Escape Rooms. Im März reifte die Idee, die Tobias Hoffmann, der Leiter der »Alten Feuerwache«, zur Diskussion stellte. Schnell schaffte es Hoffmann, zehn Jugendliche und junge Erwachsene für die Umsetzung zu begeistern. »Themen kamen dazu viele zur Sprache«, sagt Malte Rudeloff. »Das Weltall, Ägypten, ein brennendes Haus oder die Alte Feuerwache selbst.« Am Ende waren sich alle einig, der erste Escape Room wird ein infiziertes Labor. Unterstützung gab es dazu von der Praktikantin Franziska Wilhelm, die den Entstehungsprozess protokolliert und moderiert hat.

»Escape Rooms« erleben derzeit einen wahren Boom. Normalerweise zählen sie zum Genre der Adventuregames. Das Ziel des Spiels besteht darin, einen Ort, an dem man gefangen ist, zu verlassen. Mittlerweile gibt es weltweit zahlreiche kommerzielle Umsetzungen des Spielprinzips als Gruppenspiel, bei dem Menschen in einer vorgegebenen Zeit in einem Raum Aufgaben oder Rätsel lösen müssen, um das Spiel zu meistern. Die optimale Personenzahl liegt bei vier bis fünf Personen, die Probanten sollten 14 Jahre oder älter sein. »Wir haben den Escape Room natürlich mehrfach getestet«, sagt Elias Greger vom Organisationsteam. »Es gab auch Gruppen, die es nicht geschafft haben.«

Zu Beginn erhalten die Spieler eine Anleitung, hier wendet sich Prof. Dr. Platin in einem Schreiben persönlich an die Teilnehmer und führt sie in die Situation ein. In maximal 60 Minuten sollen die Teilnehmer schließlich ein Gegengift herstellen. Hierfür stehen verschiedene Hilfsmittel in einem »Labor« zur Verfügung. Von kleinen Aufgaben bis hin zu schwierigen Rätseln sei komplexes Denken erforderlich. »Was aber nicht bedeutet, dass man ein Chemie-Experte sein muss«, sagt Fabienne Rupp, die den Raum ebenfalls mitgestaltet hat. »Auch wird hier niemand richtig eingesperrt«, so Greger. »Das ist schon wegen des Brandschutzes nicht möglich.« Untergebracht ist der Escape Room im Seminarraum des Hauses. Sechs Ziffern sind im Raum versteckt, ihre Summe ergibt ein Passwort. Hilfreich ist auch das Periodensystem, um das grüne Gegenmittel für den »T-RFK-Virus« zu finden. »Der Rekord liegt derzeit bei 54 Minuten«, sagt Greger.

Star Wars und Harry Potter folgen

Der Escape Room kann immer mittwochs ab 19 Uhr zu den Spielabenden genutzt werden. Für weitere Termine sind Voranmeldungen erforderlich, Fragen und Anmeldungen sind dazu an Tobias Hoffmann zu richten: Telefonisch unter 0 60 32/9 38-74 45 oder per E-Mail an tobias.hoffmann@bad-nauheim.de.

Gerne möchten die kreativen Köpfe ihren Escape Room noch authentischer gestalten. Hier fehlen noch weitere Hilfsmittel und Dekorationen. Da der Raum kostenfrei genutzt werden kann, freut sich das Team über Spenden. Außerdem sind bereits zwei weitere Räume in Planung. Als nächstes Thema wird »Star Wars« umgesetzt. »Sofern wir keine Probleme mit dem Hyperraumantrieb bekommen, oder irgendwelche Autoren in Karbonit eingefroren werden, rechnen wir mit der Fertigstellung noch im April«, heißt es seitens des Planungsteams. Ende Mai folgt dann »Harry Potter«.

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