Wetterau

Jacobi stellt Konzept für begrenztes Wachstum vor

Braucht Rosbach neue Wohngebiete oder neue Gewerbeflächen? Das war die Ausgangsfrage der Informationsveranstaltung der Rosbacher FDP in der Wasserburg. Dr. Stefan Naas, Bürgermeister von Steinbach, und Hans-Otto Jacobi, Bürgermeisterkandidat in Rosbach, waren sich einig: Wenn die Stadt wachse, müsse die Attraktivität Rosbachs als Gewerbestandort verbessert werden. »Rosbach muss für Unternehmen attraktiver werden, die hier Gewerbesteuern zahlen. Nur mit geschickter Wirtschaftsförderung sowie Erweiterungsmöglichkeiten und Neuansiedlungen für Gewerbe und Unternehmen sind für die Stadt und ihre Bürger auch Neubaugebiete verkraftbar.«
08. Oktober 2018, 19:53 Uhr
Redaktion
dab_fdp_061018
Diskutieren mit zahlreichen Bürgern (v. l.): Hans-Otto Jacobi, Prof. Jörg Werner und Dr. Stefan Naas. (Foto: pm)

Braucht Rosbach neue Wohngebiete oder neue Gewerbeflächen? Das war die Ausgangsfrage der Informationsveranstaltung der Rosbacher FDP in der Wasserburg. Dr. Stefan Naas, Bürgermeister von Steinbach, und Hans-Otto Jacobi, Bürgermeisterkandidat in Rosbach, waren sich einig: Wenn die Stadt wachse, müsse die Attraktivität Rosbachs als Gewerbestandort verbessert werden. »Rosbach muss für Unternehmen attraktiver werden, die hier Gewerbesteuern zahlen. Nur mit geschickter Wirtschaftsförderung sowie Erweiterungsmöglichkeiten und Neuansiedlungen für Gewerbe und Unternehmen sind für die Stadt und ihre Bürger auch Neubaugebiete verkraftbar.«

Naas, seit 2009 Bürgermeister der Taunusgemeinde und Mitglied der Regionalversammlung Südhessen, sprach den seiner Meinung nach Kern der finanziellen Probleme vieler Kommunen an: Der Ausweis neuer Wohngebiete bei steigenden Baulandpreisen erscheine als goldener Weg zu ausgeglichenen Haushalten. Dabei werde aber übersehen, dass durch den Zuzug junger Familien enorme kommunale Investitionen erforderlich würden, vornehmlich im Bereich der Kinderbetreuung.

Prof. Jörg Werner, Ortsvorsitzender der FDP in Rosbach, wollte wissen, ob dies dann nicht heiße: »Wir wollen gerne alle Wachstum im Rhein-Main-Gebiet, aber bitte nicht in unserer Kommune«. Jacobi setzte dem ein Nein entgegen: Neue Baugebiete werde es im begrenzten Rahmen auch in Rosbach geben. Es müsse allerdings vernünftig geplant werden, um Belastungen für den Haushalt zu vermeiden.

Der Billigausverkauf von viel Fläche müsse gestoppt und Strategien zu Erweiterungen und Ansiedlungen von Unternehmen entwickelt werden, sagte Jacobi. Dabei müssten Arbeitsplätze, auch für die örtliche Bevölkerung, geschaffen werden.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/wetteraukreis/friedbergbadnauheim/Wetterau-Jacobi-stellt-Konzept-fuer-begrenztes-Wachstum-vor;art472,496805

© Giessener Allgemeine Zeitung 2016. Alle Rechte vorbehalten. Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung