Zum festlichen Weihnachtskonzert hatte der Männergesangverein Germania unter der Leitung von Ekkehard Voigt in die Nieder-Rosbacher Burgkirche eingeladen. Mitwirkende waren auch das Blockflöten-Quintett mit Hannelore Hartenstein sowie Michael Fischer am Piano. »Stehet still und lauscht ein wenig« lautete der erste Titel, bevor die Gastgeberin des Hauses, Pfarrerin Dorothee Limlei, die Zuhörer in der stimmungsvoll geschmückten Kirche begrüßte.

Weihnachten rücke näher, aber statt Hektik solle man sich lieber der inneren Einkehr und der Besinnung widmen, lautete die Botschaft, auf die man sich an diesem Abend gern einließ. Instrumentalmusik aus den Anfängen des 17. Jahrhunderts und weihnachtliche Klänge erfüllten das Gotteshaus, und auch die 14 Sänger ließen keine Gelegenheit aus, die frohe Botschaft von Christi Geburt zu verkünden. »Geht, kündet allen Menschen: der Heiland ist geboren« ist bereits zum Klassiker für die Adventszeit geworden, und die »Hymne an die Nacht« lud dazu ein, Momente der Ruhe auf sich einwirken zu lassen. Der Wechsel zwischen der Aufbruchstimmung einerseits und der Einstimmung auf das bevorstehende Fest andererseits war durchaus gewollt und wurde von den Zuhörern gern angenommen.

Getrieben von Terminen

»Wir werden getrieben von den zahlreichen Terminen und Verpflichtungen, und hasten durch die Zeit«, meinte Moderator Theo Rodemerk. Zu viel gebe es zu bedenken oder noch zu erledigen. Aber ist das alles? Ein Text von Liedermacher Clemens Bittlinger verdeutlichte die Frage nach dem Umgang mit der schnelllebigen Zeit, in der die Menschen von ihren Terminkalendern bestimmt werden, anstatt vermeintliche Kleinigkeiten in ihrem Umfeld wahrzunehmen. »Wann nimmst du dir Zeit zu leben?«, lautete eine der Fragen, die nachdenklich machte.

Mithilfe des Männerchors fand man schnell die Antwort: Ein Gang über den Markt und durch die Straßen, das Genießen der Vorfreude auf das Fest oder ein Lauschen, wenn Glocken erklingen, lenkt den Blick auf freudenreiche, aber trotzdem besinnliche Tage mitten im Winter (auch wenn das mit dem Schnee mittlerweile nicht mehr so üppig bestellt ist) und lässt innehalten – sofern der Mensch sich darauf einlassen kann.

Beim Abschluss durften auch alle Besucher, die aufmerksam zugehört und mit Applaus nicht gespart hatten, mit einstimmen und zusammen mit dem Chor das Lied »Süßer die Glocken nie klingen« erschallen lassen. So, wie es alljährlich in der Burgkirche geschieht.

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